Immobilie als Altersvorsorge: So vermeiden Sie Kostenfallen

Focus, 07.05.2019

Eigenheimbesitzer zahlen keine Miete. Doch die eigenen vier Wände verursachen jede Menge Kosten. Wer diese zu niedrig einschätzt, kann in finanzielle Bedrängnis geraten. Tom Friess vom VZ VermögensZentrum zeigt, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und warum Sie bei der Altersvorsorge nicht alles auf die Eigenheim-Karte setzen sollten.

Mietfrei wohnen bedeutet nicht kostenfrei wohnen. Auch wenn das Haus abbezahlt ist, bleiben viele Ausgaben bestehen. Immobilienbesitzer bezahlen Grundsteuer, Beiträge an Versicherungen sowie für Wasser, Strom, Heizung und Müllentsorgung.

Hohe Kosten für Renovierungen und Sanierungen

Doch das ist nicht alles. Wesentlich teurer sind Sanierungen, Renovierungen und Modernisierungen. Hausbesitzer müssen ihre Immobilie im Schuss halten und in den Werterhalt investieren. In längerfristigen Abständen stehen unterschiedliche, kostspielige Maßnahmen an.

Die Experten des VZ VermögensZentrums geben einen Überblick, mit welchen Kosten für Renovierungen oder Ersatzanschaffungen Hausbesitzer rechnen müssen:

  • Badezimmer, alle 15-20 Jahre, 10.000-25.000 Euro
  • Küche, alle 10-20 Jahre, 10.000-25.000 Euro
  • Fußboden, alle 10-20 Jahre, 10-120 Euro pro Quadratmeter (je nach Belag)
  • Heizung, alle 15-20 Jahre, 8-20.000 Euro
  • Türen, alle 10-40 Jahre, 200-500 Euro pro Tür
  • Haustür, alle 30-40 Jahre, 2.000-5.000 Euro
  • Fenster, alle 20-30 Jahre, 500-1200 Euro pro Fenster
  • Innendämmung, alle 30-40 Jahre, 60-100 Euro pro Quadratmeter Wandfläche
  • Elektroinstallationen, alle 30-40 Jahre, ab 10.000 Euro
  • Dacheindeckung, alle 30-50 Jahre, 80-120 Euro pro Quadratmeter Dachfläche
  • Außenputz, alle 30 Jahre, ab 60 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche
  • Außenanstrich, alle 10-15 Jahre, ab 20 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche

Frühzeitig zusätzliche Rücklagen schaffen

Ausgaben für Sanierungen, Renovierungen und Modernisierungen bedeuten eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung. Hauseigentümer sollten daher regelmäßig sparen, um ausreichende Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben und geplante Maßnahmen zu haben.

Altersvorsorge breiter abstützen

Wer im Alter keine böse Überraschung erleben möchte, sollte auf flexible Anlageformen setzen. „Vorsorgesparer sollten nicht alles auf die Eigenheim-Karte setzen“, empfiehlt Tom Friess, Geschäftsführer des VZ Vermögenszentrums. „Aktien und Fonds haben nicht nur hohe Renditechancen, sie erfordern auch keinen laufenden Unterhalt und weisen eine geringe Steuerbelastung auf.“ In den letzten drei Jahrzehnten haben Anleger mit DAX-Aktien im Schnitt eine Rendite von rund 8 Prozent pro Jahr erhalten. Attraktiv sind die Kursgewinne und Dividendenzahlungen.

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