Für Ruheständler ist Risikoschutz noch wichtiger als Rendite

Rheinische Post, 08.03.2019

Der Ruhestand ist für viele Menschen eine sehr erstrebenswerte Phase. Dann sollen die Früchte jahrzehntelanger Arbeit geerntet, das Leben genossen, die Kinder und Enkelkinder unterstützt werden.

Doch: Dafür ist natürlich eine starke finanzielle Basis notwendig, die sich allein über die Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung kaum herstellen lässt. Denn: Die rechnerische Maximalrente liegt aktuell bei etwas mehr 2700 Euro im Monat. Davon sind die allermeisten Rentner in Deutschland weit entfernt. Die Standardrente eines "Eckrentners", der 45 Jahre Beiträge für ein Durchschnittsentgelt eingezahlt hat, beträgt aktuell im Westen knapp 1400 Euro.

Oft wird darüber hinaus noch über weitere Töpfe vorgesorgt. Lebensversicherungen, Immobilienverkäufe oder beispielsweise Abfindungen füllen zum Renteneintritt das Bankkonto oftmals noch einmal deutlich auf. Mit der gewandelten Zielsetzung im Ruhestand lassen sich gesammelte Anlageerfahrungen und aufgebaute Expertise nur bedingt nutzen. Es gilt, in Anlagethemen nun neu zu denken.

"Daher muss eine professionelle Vermögensstrategie entwickelt werden, die die Anforderungen an das aufgebaute Ruhestandsvermögen und an die regelmäßigen Ausschüttungen in den Blick nimmt. Dadurch können die finanziellen Wünsche im Alter erfüllt werden", sagt Michael Huber, Mitglied der Geschäftsleitung des unabhängigen Vermögensverwalters VZ VermögensZentrum.

Wichtig: Im Mittelpunkt der Beratung beim VZ VermögensZentrum steht die Ermittlung einer tragfähigen, individuellen Anlagestrategie. Denn nur diese führt zum Erfolg, wie Michael Huber betont. Besonderen Einfluss auf die Anlagestrategie haben die Risikofähigkeit und die Risikobereitschaft. Die Risikofähigkeit wird über den Entnahmebedarf und Anlagehorizont definiert, die Risikobereitschaft als der Umgang mit Wertschwankungen. "Diese Klärung steht am Anfang aller Gespräche über die Geldanlage. Nur wer weiß, wann er welchen Teil seines Vermögens benötigt und wie er mit den Schwankungen bei seinen Vermögenswerten umgehen kann, kann über eine Strategie entscheiden."

Dabei stellen sich noch einige weitere Fragen. Ist genügend Vermögen vorhanden, um die Differenz zwischen den regelmäßigen Ausgaben für den persönlichen Lebensstandard und den Renteneinkünften mit Kapitalerträgen auszugleichen? Oder muss das Ersparte nach und nach aufgezehrt werden? Und wie lassen sich Kosten möglicherweise reduzieren? Das bedeutet für den Vermögensverwalter: "Eine detaillierte Finanzplanung bietet die beste Voraussetzung, Sparpotenziale bei hohen Ausgabeposten wie der privaten Krankenversicherung zu identifizieren."

Das Schlagwort für Michael Huber in der finanziellen Ruhestandsplanung ist die Etappenstrategie. Diese unter- teilt die Zukunft in Etappen von mindestens zehn Jahren. Für die erste Etappe wird der Einkommensbedarf festgelegt, basierend auf einem soliden Ausgabenbudget, das aus der Finanzplanung hergeleitet werden kann. Dieser Bedarf wird durch einen gezielten Substanzverbrauch eines Teils des Vermögens sichergestellt. Gleichzeitig wird der zweite Vermögensteil wachstumsorientiert – langfristig und zugunsten einer höheren Rendite etwas offensiver – angelegt, sodass nach Ablauf der Etappe der Substanzverbrauch des ersten Kapitalteils teilweise oder ganz kompensiert wird. Je nach ihren persönlichen Wünschen, Erwartungen und finanziellen Anforderungen im Ruhestand entscheiden die Anleger selbst, wie sie ihr Kapital aufteilen möchten. Für die zweite Etappe wird dies dann wiederholt.

Für die Umsetzung der Etappenstrategie spielen passive Indexfonds (ETFs) eine wichtige Rolle. Diese sind kostengünstig, flexibel und sind ein gutes Mittel, um an weltweiten Indexsteigerungen teilzuhaben. Das VZ VermögensZentrum setzt ETFs aktiv ein, will heißen: Die Vermögensverwalter verändern die Zusammenstellung der ETF-Portfolios der Kunden je nach Börsenlage, um immer das beste Ergebnis zu erreichen.

"Auf das Risikomanagement der Kundengelder legen wir dabei besonders viel Wert. Denn für Ruheständler ist Risikoschutz noch wichtiger als Rendite. ETFs verursachen kaum Kosten, können kurzfristig verkauft werden, und die Zusammensetzung eines Depots lässt sich nach Belieben, ausgehend von der jeweiligen Marktsituation sowie der individuellen Kundensituation, verändern und anpassen", betont Michael Huber. "Es geht nicht darum, ein ETF-Portfolio einmalig einzurichten und dann einfach laufen zu lassen. Stattdessen kümmern wir uns Tag für Tag im Rahmen der Vermögensverwaltung um die bestmögliche Zusammensetzung."

Diese Seite teilen