Altersvorsorge in Gefahr

Focus Money, 26.09.2019

Die Nullzinsen schröpfen nicht nur Sparer, sondern auch Rentner. Gesetzliche und betriebliche Renten haben zu kämpfen, Zinsen von Sparkonten sowie Renditen von Lebensversicherungen sind im Keller. Die private Altersvorsorge ist unumgänglich. Tom Friess zeigt, worauf Vorsorgesparer achten müssen und warum Aktien dabei so wichtig sind.

Sparbücher sowie Lebens- und Rentenversicherungen sind die beliebtesten Säulen der Altersvorsorge. Allerdings leiden diese ganz besonders unter den Niedrigzinsen. Schätzungen zufolge erleiden private Altersvorsorgeguthaben jedes Jahr Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe. Lebens- und Rentenversicherungen schütten viel geringere Leistungen aus als erwartet. Da auch die gesetzliche Rente sinkt, wächst die Einkommenslücke im Rentenalter.

Langfristig in Aktien anlegen bringt hohe Renditechancen

Um diese zu schließen, müssen Vorsorgesparer auf renditestarke Investments wie Aktien setzen. Mit Aktien des Deutschen Aktien-Index (DAX) zum Beispiel partizipieren Anleger an der Kursentwicklung und können Dividenden erhalten. Wer sein Geld langfristig anlegt, kommt mit Aktien auf eine wesentlich höhere Rendite als mit dem Sparbuch.

"Wer auf Aktien setzt, sollte Schwächephasen an der Börse aussitzen können und die Sparsumme nicht zu einem bestimmten Termin brauchen", rät Tom Friess vom VZ VermögensZentrum. Weitere Tipps: Anleger sollten ihr Geld breit gestreut investieren, also eine große Anzahl an Wertpapieren kaufen, die möglichst aus verschiedenen Ländern, Regionen und Branchen stammen. Fonds sind eine gute Wahl, um sein Risiko einzugrenzen, denn bei Fonds verteilt sich das Risiko auf viele Aktien. Mit ETFs kann man darüber hinaus seine Gebühren senken, denn sie werden passiv gemanaged und sind darum sehr günstig.

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