Überzeugt und selbstkritisch

Die Stiftung, 25.04.2018

In Zusammenarbeit mit dem VZ VermögensZentrum hat das Magazin „Die Stiftung“ das erste „Deutsche Stiftungsbarometer“ veröffentlicht. Stiftungs-Experte Martin Schulz vom VZ gibt Tipps und Einschätzungen zu Finanzfragen.

Das erste „Deutsche Stiftungsbarometer“ bringt die zentralen Fragen ans Tageslicht, auf die jede Stiftung gute Antworten finden muss: Wie können wir unser Stiftungsvermögen ertragreich bewirtschaften? Wie können wir die Erfüllung unseres Stiftungszwecks sicherstellen? Und wo finden wir unterstützende Kräfte mit wichtigen Kenntnissen und Fähigkeiten?

Stiftungen müssen ihre Finanzierung im Griff haben

Die Basis erfolgreicher Stiftungsarbeit ist, dass das Stiftungsvermögen genügend Einkünfte abwirft. Damit müssen laufende und projektbezogene Kosten gedeckt werden. Ein umfassendes und professionelles Finanzmanagement ist unabdingbar, aber noch nicht überall eingeführt. "Wir beobachten, dass viele Stiftungen ihre finanzielle Situation nicht ausreichend analysieren und dadurch Optimierungspotenziale ungenutzt liegen lassen", sagt Martin Schulz, Stiftungsexperte im VZ VermögensZentrum.

Die Befragung für das Stiftungsbarometer zeigt, dass jede vierte Stiftung ihre Kapitalanlagen nicht ändern möchte. Nur jede fünfte möchte zunehmend in Aktien investieren, jede sechste in Stiftungsfonds. "Dabei ist es gerade in einem wenig ertragreichen Marktumfeld notwendig, die eigenen Kapitalanlagen neu auszurichten", sagt Martin Schulz. "Um ein ertragreiches Vermögensmanagement auch im Zinstief sicherzustellen, gehören auch Bausteine wie Dividendenstrategien, risikobegrenzende Trendstrategien oder eine Best-Manager-Selektion in Spezialsegmenten in ein modernes Portfolio."

Stiftungskapital mit Spenden erhöhen

Um die finanzielle Situation von Stiftungen zu optimieren, ist auch Fundraising nicht zu unterschätzen. Jede fünfte Stiftung möchte ihre Fundraising-Aktivitäten in Zukunft verstärken. Zwei von fünf Stiftungen nutzen dieses Instrument noch gar nicht. "Die durch Fundraising jährlich eingeworbenen Gelder zeigen anschaulich, dass sich das Spendensammeln lohnt", beobachtet Michael Schulz. "Viele Stiftungen generieren über kleine, regionale und persönliche Spendernetzwerke unterm Jahr Spendeneinnahmen von 100.000 Euro und mehr. Wir empfehlen Stiftungen dringend, das Fundraising auf professionelle Füße zu stellen. Das beginnt mit stetiger und transparenter Öffentlichkeitsarbeit."

Stiftungen wollen Kooperationen verstärken

Vor allem kleine und mittlere Stiftungen möchten zunehmend mit anderen Stiftungen kooperieren. Zwei von fünf der befragten Stiftungen gaben an, in den nächsten zwölf Monaten verstärkt mit anderen zusammenarbeiten zu wollen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. „Hier können Kooperationen sinnvoll sein. So können Synergieeffekte genutzt und Kostensenkungspotenziale gehoben werden“, sagt Martin Schulz.

Soll die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden, brauchen Stiftungen ein tragfähiges Konzept. "Wir empfehlen Stiftungsvorständen, einen ‚Businessplan‘ aufzustellen und dabei strategische Fragestellungen zu adressieren: Wo soll die Stiftung in fünf Jahren stehen? Was muss getan werden, um 100 zusätzliche Dauerspender zu gewinnen?", rät Schulz. Um diese Aufgaben professionell bewältigen zu können, sollten Stiftungen gezielt entsprechende Fachkräfte gewinnen. Das können zum Beispiel ehemalige Führungskräfte oder Unternehmer sein, die das benötigte strategische Denken und Handeln mitbringen.

Stiftungsbarometer: Partnerschaft mit dem VZ VermögensZentrum

Das "Deutsche Stiftungsbarometer" zeigt die aktuelle Stimmungslage, die Strategie und die Trends in der deutschen Stiftungslandschaft auf. Es wird künftig zweimal im Jahr vom Magazin "Die Stiftung" erhoben. 2018 ist das VZ VermögensZentrum der Partner bei der Erstellung des "Deutschen Stiftungsbarometers". Die Experten des VZ unterstützen das Magazin "Die Stiftung" bei der Befragung der Stiftungen und der Auswertung der Ergebnisse. Das VZ VermögensZentrum hat 25 Jahre Erfahrung in der Geldanlage für Pensionskassen, Stiftungen und anspruchsvolle Privatkunden. Die Experten unterstützen ihre Kunden mit Einkommens- und Vermögenskonzepten sowie bei der Vermögensverwaltung. Das VZ VermögensZentrum ist unabhängig. Die Beratung und Verwaltung der Kundengelder von rund 20 Milliarden Euro erfolgt ohne Vertriebsprovisionen auf Honorarbasis.

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