Betriebsrentenstärkungsgesetz reicht nicht aus

Haufe.de, 10.07.2017

Für Geschäftsführer und Führungskräfte reicht die betriebliche Altersvorsorge im herkömmlichen Rahmen in der Regel nicht aus. Lothar Birker vom VZ VermögensZentrum erläutert, wie die Abdeckung mit einer Direktzusage auf Wertpapier-Basis verbessern lässt.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz reicht nicht aus, um eine ausreichende betriebliche Altersversorgung für Geschäftsführer und Führungskräfte aufzubauen. Zwar werden die steuerfreien Beträge auf 8 Prozent der Bemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung angehoben. Die Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen wird aber bei 4 Prozent bleiben.

Der steuerlich geförderte Maximal-Beitrag liegt für 2017 demnach bei 6.096 Euro pro Jahr. Für Geschäftsführer und Führungskräfte ist das viel zu wenig.

Dazu kommt das Problem einer ausreichenden Rückdeckung der Vorsorgegelder. Die Renditen von Versicherungslösungen reichen nicht mehr aus, um die benötigte Rendite zu erzielen.

Bei Direktzusagen besteht die Möglichkeit, die Gelder in Wertpapier-Lösungen einzubringen. Das VZ VermögensZentrum, ein unabhängiger Vermögensverwalter und Honorarberater, sieht darin eine „Verbindung der Vorteile einer beitragsorientierter Leistungszusage bei verringertem Risiko“. Als Geschäftsführer könne man steuerfreie Einzahlungen in unbegrenzter Höhe tätigen. Die Einzahlungen und Altersleistungen sind sehr flexibel und eine Mindestleistung ist garantiert. Außerdem ist in der Regel kein Bilanzausweis nötig.

„Die Anlage in Wertpapiere verbessert die erwartete Rendite, auch wenn die Zinsen tief bleiben“, sagt VZ-bAV-Experte Lothar Birker. Je länger die Laufzeit der angelegten Gelder ist, desto unwahrscheinlicher sind Verluste. Lother Birker rät Unternehmen, die ihre betriebliche Altersversorgung bilanzneutral führen möchten, zu einer externen, treuhänderischen Verwaltung (Contractual Trust Arrangement, CTA) oder Verpfändung. Für die Umsetzung sollte man einen bAV-Experten zurate ziehen.

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