So legen Sie 20.000 Euro langfristig profitabel an

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Focus Online, 22.1.2017

Die Inflation steigt, die Zinsen aber bleiben sehr niedrig. Tom Friess vom VZ VermögensZentrum zeigt, wie man schon mit 20.000 Euro sein Geld risiko- und renditeoptimiert anlegen kann.

Wenn die Inflation höher ist als der Sparzins, verliert angespartes Kapital an Wert. Das ist zum Beispiel bei niedrig verzinsten Sparkonten wie Tages- und Festgeldern der Fall. "Wer mehr haben will, muss deshalb auch bereit sein, höhere Risiken in Kauf zu nehmen", erläutert Tom Friess, Geschäftsführer des VZ VermögensZentrum.

Die ideale Mischung: Aktien, Fonds und Liquidität

Wie sich Risiken aufteilen lassen, wird am Beispiel einer Summe von 20.000 Euro gezeigt. Je nach Risikoprofil eines Anlegers können die Teilsummen anders gewichtet werden.

Rund 2.000 Euro davon sollten als Liquidität auf einem Tagesgeldkonto bleiben, damit man bei unvorhergesehenen Ausgaben jederzeit darauf zugreifen kann.

Rund 9.000 Euro werden im Beispiel in breit gestreute Fonds investiert. Schon mit einem kleinen Fondsanteil erhält man eine breite Streuung über Märkte, Branchen, Titel oder Objekte. Im Beispiel werden offene Immobilienfonds genannt, die in viele verschiedene Objekte investieren, Wertsteigerungspotenzial haben und für regelmäßige Ausschüttungen sorgen.

Weitere 9.000 Euro werden in Aktien angelegt, weil diese hohe Renditen ermöglichen. In der Vergangenheit war dies bei längerer Haltedauer auch stets der Fall. Allerdings können Kurskorrekturen längere Zeit anhalten.

Aktien: Eine lange Haltedauer ist wichtig

"Wer auf Aktien setzt, sollte Schwächephasen an der Börse aussitzen können und die Sparsumme nicht zu einem bestimmten Termin brauchen", rät Tom Friess. Zudem ist es wichtig, die Summe in viele Titel zu investieren. Ein besseres Instrument sind breit gestreute Aktien-Fonds, weil sich das Risiko von Aktienkurs-Korrekturen bei einem Fonds auf zahlreiche Aktien verteilen.

Tipp: Auf günstige ETFs setzen

Empfehlenswert sind internationale Indexfonds. Sie haben niedrige Fondsgebühren und, wenn man sie über günstige Anbieter kauft, tiefe oder gar keine Ausgabeaufschläge. Besonders günstig sind ETFs. Sie bilden passiv einen bestimmten Index ab und benötigen kein aktives, teures Fondsmanagement. "Sinnvoll wäre, die Anlagesumme auf drei Länderfonds für die USA, Europa und Deutschland aufzuteilen", empfiehlt Friess.

Außerdem sollte ein Depot stets aktiv bewirtschaftet werden, um beispielsweise bei Marktkorrekturen eingreifen zu können. "Dann sollte Anleger die Reißleine ziehen und einen Fonds notfalls auch verkaufen", rät Tom Friess.