Klug anlegen trotz Inflation

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Frankfurter Allgemeine Woche, 24.03.2017

Sparer und Anleger haben es seit Jahren schwer, weil die Zinsen so niedrig sind. Nun steigt die Inflation und nagt am Ersparten.

Privathaushalte in Deutschland haben 26 Milliarden Euro auf dem Konto. Zinsen erhalten sie darauf so gut wie keine. Stattdessen verliert das Kapital an Wert, den die Inflation steigt. Diese war jahrelang sehr niedrig, ist aber zuletzt spürbar gestiegen und lag im Februar bei 2,2 Prozent. Auf die Dauer macht sich das stark bemerkbar. Eine Inflation von 2 Prozent pro Jahr führt in zehn Jahren zu einem Wertverlust von 18 Prozent.

Wer das verhindern möchte, der sollte jetzt aktiv werden. Eine Möglichkeit ist, das Kapital in inflationsgeschützte Anlagen zu investieren, zum Beispiel inflationsindexierte Anleihen. Das lohnt sich aber nur, wenn die Inflation höher ausfällt als vom Markt erwartet. Alternativ kann man in Sachwerte wie Immobilien oder Gold investieren. Damit ist das Kapital allerdings in der Regel langfristig gebunden und auch deren Wert kann schwanken.

Die vorteilhafteste Möglichkeit ist die Anlage in Aktien. Welche Rendite man als Anleger pro Jahr erzielen kann, hat das VZ VermögensZentrum für verschiedene Zeiträume ausgerechnet. War man 15 Jahre lang in DAX-Aktien investiert, lag die Rendite im Durchschnitt bei 8,7 Prozent pro Jahr. Im besten Fall lag sie bei 15,7 Prozent, im schlechtesten Fall mit 2,5 Prozent immer noch höher als die derzeitige Inflation. In 97 Prozent der Zeiträume lag die Rendite bei 4 Prozent oder darüber. Verluste waren in keinem der Zeiträume zu verzeichnen.