Geld verdienen mit der Rentenversicherung

Handelsblatt, 31.08.2017

Wer vorzeitig in den Ruhestand geht, dem wird die Rente lebenslang um bis zu 14,4 Prozent gekürzt. Diese Abschläge lassen sich vermeiden, indem man freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Das ist jetzt schon ab 50 möglich und ergibt eine gute Rendite.

Seit Juli können gesetzlich Rentenversicherte bereits ab 50 zusätzlich freiwillige Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen, um die Abschläge bei einem vorzeitigen Rentenbezug auszugleichen. Bisher war das erst ab 55 möglich. Nun haben Erwerbstätige fünf Jahre mehr Zeit, um in ihre Rente zu investieren und damit ihre Einkommenslücke im Ruhestand zu verkleinern. Sie können die Summe verteilt einzahlen, denn bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze sind zwei Raten pro Jahr möglich.

Im Niedrigzinsumfeld ist das Geld bei der Rentenversicherung gut angelegt. Das Renten-Plus, das man für die investierte Summe erhält, stellt eine bessere Rendite dar als eine vergleichbare Rürup- oder Privatrente. Und wer sich später entscheidet, doch bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten, erhält seine Beiträge in Form einer Zusatzrente.

Das bestätigt Michael Huber vom VZ VermögensZentrum. Er betrachtet den konservativen Fall, dass man mit 63 in den Ruhestand geht und dass die Rente um ein Prozent pro Jahr steigt. Selbst bei dieser Annahme schneiden die Beiträge in die Rentenversicherung besser ab als private Rentenversicherungen.

Diese Seite teilen