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Newsletter vom 27. August 2021

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Was die DAX-Reform für Anleger bedeutet

Nächsten Freitag gibt die Deutsche Börse bekannt, welche zehn Aktien neu in den Deutschen Aktien-Index einziehen. Für Anleger ein guter Anlass, ihr Depot zu hinterfragen.

Am 20. September ist es so weit: Der Leitindex DAX wächst von 30 auf 40 Aktien. Die zehn bedeutendsten Aktien aus dem MDax rücken in den DAX auf. Im Gegenzug schrumpft der MDax von 60 auf 50 Aktien. Die zehn Aufsteiger werden am 3. September bekannt gegeben. Mögliche Kandidaten sind Airbus, Porsche, Zalando und der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers.

Anlass für die DAX-Reform ist der letztjährige Skandal um den Zahlungsdienstleister Wirecard. Trotz Insolvenz, Betrugsverdacht und abgestürztem Aktienkurs dauerte es noch zwei Monate, bis Wirecard aus dem DAX ausgeschlossen wurde. Künftig müssen insolvente Unternehmen den DAX schneller verlassen. Die Zusammensetzung des Index wird nun zweimal statt einmal pro Jahr auf den Prüfstein gestellt. Die Kriterien – auch für Neuzugänge – ändern sich ebenfalls. Mit diesen Maßnahmen soll der DAX an Qualität gewinnen.

Diversifikation im DAX trotzdem nicht ausreichend

Anleger müssen sich bewusst machen, dass ihnen der "neue DAX" trotz der Aufstockung auf 40 Aktien nicht wesentlich mehr Risikostreuung bietet. Die zehn zusätzlichen Werte kommen schätzungsweise auf einen Anteil von nur 10 Prozent am DAX. Der deutsche Leitindex ist damit weit entfernt von einer Bandbreite wie der S&P 500 aus den USA, der japanische Nikkei-Index mit 225 Aktien oder der Technologie-Index Nasdaq und der britische FTSE mit je 100 Aktien. Beim DAX machen nur eine Handvoll Unternehmen zwei Fünftel des Index aus, die größten zehn Unternehmen sogar zwei Drittel (siehe Grafik). Auch die Branchengewichtung ist nicht ausgewogen, denn im DAX befinden sich überwiegend alteingesessene Industriekonzerne, Elektronik- und Finanzunternehmen.

Zusammensetzung des DAX: alles andere als ausgewogen
Stand: 17. August 2021; Werte gerundet
Zusammensetzung des DAX: alles andere als ausgewogen

Quelle: Börse.de

Aktien potenzieller Aufsteiger sind teuer

Die Aktienkurse von Unternehmen, die wahrscheinlich in den DAX aufsteigen werden, sind innerhalb des letzten Jahres bereits zum Teil stark gestiegen. Ihr Potenzial dürfte daher weitgehend ausgereizt sein.

Was mit DAX-ETFs passiert

Anleger mit DAX- und MDAX-ETFs müssen nichts machen, denn ihre ETFs werden automatisch an die neuen Index-Verhältnisse angepasst. Die Anbieter der ETFs kaufen beziehungsweise verkaufen die betreffenden Wertpapiere entsprechend ihrer Gewichtungen. Ab dem 20. September wird der Index dann auf der neuen Basis berechnet.

Tipp für Anleger

Bei der Geldanlage einen zu starken Länderschwerpunkt zu legen, birgt unnötige Risiken. Anleger sollten deshalb nicht zu stark in ihrem Heimatmarkt investiert sein ("Home Bias"). Besser ist es, seine Investments breit über verschiedene Märkte und Branchen zu streuen. In einem breit aufgestellten ETF-Portfolio eignen sich DAX-Aktien und DAX-ETFs im gewissen Umfang als Beimischung.


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