Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 4. Juni 2021

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Unverheiratete Paare müssen für ihre Absicherung sorgen

Paare ohne Trauschein haben bei der Rente und im Erbrecht das Nachsehen. Hinterbliebene haben keine gesetzlichen Ansprüche und zahlen hohe Erbschaftsteuern. Über diese Unterschiede sollten Sie Bescheid wissen – sonst kann es teuer werden.

Viele Paare entscheiden sich bewusst gegen eine Heirat. Im Todesfall sind sie dann allerdings schlechter abgesichert als Ehepaare, oder gar nicht. Das ist auch dann der Fall, wenn sie schon sehr lange zusammenleben oder Kinder haben. Bei der Rente, beim Erbrecht und bei Steuern bestehen enorme Nachteile:

1. Sie bekommen keine Hinterbliebenen-Rente

Aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten nur Ehepartner und Kinder Leistungen. Die Witwen- bzw. Witwerrente beträgt 55 Prozent der Altersrente; bei Ehen, die vor 2002 geschlossen wurden, sind es 60 Prozent. Ist der Hinterbliebene jünger als 46, erhält er zwei Jahre lang 25 Prozent.

Auch aus der betrieblichen Altersversorgung erhalten Ehepartner eine Hinterbliebenenversorgung, jedoch nur wenn das ausdrücklich vereinbart wurde. Unverheiratete gehen aber leer aus.

Tipp: Lebenspartner sollten sich gegenseitig so gut wie möglich absichern. Für viele kann sich eine Kapital- oder Risikolebensversicherung lohnen. Wichtig ist, dass der Partner als Bezugsberechtigter eingetragen wird. Damit keine Erbschaftsteuer anfällt, ist eine "Risikolebensversicherung über Kreuz" sinnvoll. Das heißt: Ein Partner versichert das Leben des anderen – und umgekehrt.

2. Sie sind nicht erbberechtigt

Nach der gesetzlichen Erbfolge sind nur Verwandte erbberechtigt. Will man Vermögen an seinen Lebenspartner weitergeben, ist ein Testament oder ein Erbvertrag nötig. Darin müssen Pflichtteile berücksichtigt werden. Kinder haben Anspruch auf die Hälfte der gesetzlichen Erbquote, wenn sie im Testament nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

3. Sie zahlen unnötig hohe Steuern

Bei einer Schenkung und im Erbfall können unverheiratete Partner einen Freibetrag von lediglich 20.000 Euro geltend machen, Ehepartner hingegen 500.000 Euro. Auch die Steuersätze sind für Unverheiratete mit 30 Prozent deutlich höher als für Ehepartner. Je nach Höhe des Erbes oder der Schenkung sind es zwischen 7 und 19 Prozent.

Tipp: Oft lassen sich viele Steuern sparen, wenn man dem Lebenspartner das Haus schenkt und sich selbst einen lebenslangen Nießbrauch vorbehält. Das Beispiel in der Tabelle zeigt: Mit dem Nießbrauch verringert sich der Wert der Schenkung. Dadurch zahlt der beschenkte Partner rund 77.000 Euro weniger Steuern (siehe Tabelle).

Steuern sparen dank Nießbrauch
Beispiel: Ein 60-jähriger Eigentümer schenkt seiner Lebensgefährtin seine Wohnung in einer Großstadt (Verkehrswert 800.000 Euro)
Steuern sparen dank Nießbrauch

Berechnung: VZ VermögensZentrum

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