Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 21. Mai 2021

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Was Sie tun sollten, wenn Ihre Bank Negativzinsen verlangt

Immer mehr Banken kassieren Strafzinsen und heben ihre Gebühren an. Nagen dann noch Inflation und Steuern am Vermögen, sinkt der Kontostand rapide. Drehen Sie den Spieß um. Lesen Sie, wie Sie Ihr Erspartes schützen.

Die Deutschen legen mehr und mehr Geld auf die Seite – zumeist auf kaum verzinste Sparkonten. Als Sparer bekommen sie die Folgen der Zinspolitik unmittelbar zu spüren. Schon fast 500 Banken verlangen Strafzinsen, wenn Anleger ihr Erspartes auf dem Konto liegen lassen. Zwar gibt es Freibeträge, doch die sinken immer weiter. Vereinzelt werden bereits ab dem ersten Euro Zinsen belastet. Und wer davon bislang verschont blieb, hat oft mit steigenden Kontogebühren zu kämpfen.

Doch auch Kunden, deren Banken weder Strafzinsen noch (hohe) Gebühren kassieren, sind nicht im grünen Bereich. Das Beispiel in der Tabelle zeigt: Wer 125.000 Euro angespart hat, bekommt bei 0,5 Prozent Zins 625 Euro gutgeschrieben. Zieht man davon 165 Euro an Kapitalertrags- und Solidaritätssteuern ab und rechnet 1,0 Prozent Inflation mit ein, bleibt ein Verlust von 790 Euro (siehe Tabelle). Erst bei einem Zins von 1,4 Prozent ist man im Plus, aber so viel zahlen Banken für Tagesgelder schon lange nicht mehr.

Sparkonto ist heute ein Verlustgeschäft
Beispiel: 125.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto; Angaben in Euro
Sparkonto ist heute ein Verlustgeschäft

Quelle: VZ VermögensZentrum

Welche Möglichkeiten bleiben Sparern? Vier Optionen im Fakten-Check:

Option 1: Geld auf mehrere Banken aufteilen

Da immer mehr Institute Negativzinsen verlangen, ist das keine gute Idee. Zudem bezahlt man so meist unnötig viel an Kontoführungsgebühren. Faktisch bezahlen schon heute die meisten Kunden Negativzinsen – indirekt durch die Gebühren.

Option 2: Bargeld zu Hause verstecken

Größere Summen Bargeld in der Schreibtischschublade, unter der Matratze oder auch im Tresor aufzubewahren, ist sehr riskant. Bei einem Brand oder Einbruch ist das Geld weg, auch die Hausratversicherung ersetzt nur einen bestimmten Betrag, meist 1.000 bis 2.000 Euro. Die Alternative ist ein Bankschließfach, aber auch das ist nicht gerade billig. In keinem Fall wirft das Geld etwas ab, und ist noch schutzlos der Inflation ausgesetzt.

Option 3: In Aktien investieren

Das kann sich lohnen. Das Guthaben schwankt zwar mit dem Auf und Ab der Börse. Längerfristig rentieren Aktien aber deutlich besser als das Konto. Je nach Risikofähigkeit und Risikobereitschaft ist es klug, einen Teil zu investieren. Wichtig ist, auch hier auf die Gebühren zu achten. Ausgabeaufschläge oder überhöhte Depot- und Transaktionsgebühren fressen die Rendite weg. Attraktiv sind ETFs, denn diese börsennotierten Fonds bilden passiv einen Index nach, etwa den DAX, und sind besonders kostengünstig. Wählen Sie eine günstige Depotbank.

Option 4: Die Vorsorge verbessern und Steuern sparen

Auch das ist eine gute Idee. Interessant ist die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt. Die Beiträge können in beträchtlicher Höhe beim Finanzamt geltend gemacht werden. 2021 dürfen Ledige 25.787 Euro einzahlen und 92 Prozent davon als Vorsorgeaufwand in der Steuererklärung angeben (23.724 Euro), Ehepaare das doppelte. Auch der Wertzuwachs ist steuerfrei, erst die Rentenzahlungen unterliegen der Einkommenssteuer. Für den langfristigen Kapitalaufbau empfehlen sich Aktien-ETFs.

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