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Newsletter vom 14. Juli 2021

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Aktuelles zu Börsen & Märkten

Fed diskutiert über Stopp der Konjunkturhilfen: Angesichts des heftigen Wirtschaftsbooms ist innerhalb der US-Notenbank Fed eine Debatte über ein künftiges Herunterfahren der Konjunkturhilfen – Tapering genannt – in Gang gekommen. Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung im Juni zeigt: Einige Notenbanker glauben, dass die Bedingungen für eine Reduktion der Anleihenkaufprogramme etwas früher erreicht werden könnten. Die Rhetorik des Protokolls wurde vom Markt aber weniger "hawkish" aufgenommen als die eigentliche Sitzung der Notenbank im Juni bzw. die anschließende Pressekonferenz mit Fed-Präsident Jerome Powell. Als "hawkish" werden Entscheidungsträger oder Positionen bezeichnet, die für eine straffere Geldpolitik mit höheren Zinsen stehen. Für Erleichterung an den Märkten sorgte insbesondere, dass sich durch die Veröffentlichung des Protokolls die Erwartungen eines ersten Zinsschrittes nach hinten verschoben haben. Im Anschluss an die Fed-Sitzung hatten die Investoren fest mit einem Zinsschritt bis Januar 2023 gerechnet. Diese Erwartung ist mittlerweile zurückgegangen (siehe Grafik). Fazit: Das Fed-Protokoll hat die "hawkishe" Wahrnehmung der Fed-Sitzung im Juni wieder relativiert. Trotzdem gibt es noch keine Klarheit darüber, wann die Fed mit einem Tapering beginnen wird. Aktuell mehren sich die Stimmen, die von einer früheren Reduktion der Anleihenkäufe ausgehen.

Anzahl erwartete Zinsschritte vom Fed bis Januar 2023
Die Markterwartungen an einen ersten Zinsschritt der US-Notenbank Fed haben sich mit der Veröffentlichung des Fed-Protokolls zurückgebildet.
Anzahl erwartete Zinsschritte vom Fed bis Januar 2023

Quelle: Fed, Bloomberg, per 12.7.21

EZB verschafft sich bei Inflation mehr Spielraum: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Rahmen einer Strategieüberprüfung ihr Inflationsziel modifiziert. Neu erachten die Notenbanker um EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Inflationsrate von 2 Prozent als ideal. Zuvor lag das Ziel bei "nahe, aber unter 2 Prozent". Viel weitreichender ist jedoch, dass die EZB in ihrem Bestreben, mittelfristig Preisstabilität im Währungsgebiet der 19 Staaten sicherzustellen, künftig zumindest zeitweise "moderat über dem Zielwert" liegende Inflationsraten akzeptieren wird. Mit einem solchen "symmetrischen" Inflationsziel ist die Notenbank nicht mehr unmittelbar zum Reagieren gezwungen, sollten die Inflationsraten zeitweilig nach oben oder nach unten von dem Punktziel abweichen. In der Eurozone lag die Teuerungsrate in den vergangenen Jahren oft deutlich unter der Zwei-Prozent-Marke. Und das, obwohl die EZB gewaltige Summen billiges Geld in die Märkte pumpt und die Zinsen auf Rekordtief hält. Kritiker hatten der EZB daher lange vorgeworfen, sich mit ihrem starren Inflationsziel in eine Sackgasse manövriert zu haben und forderten mehr Spielraum. Hauptziel der EZB ist ein ausgewogenes Preisniveau. Dies sieht die Notenbank am ehesten gewährleistet, wenn die Preise im Euroraum moderat steigen (um 2 Prozent). Daher wurde schon bei Gründung der EZB im Sommer 1998 ein Inflationsziel mit Abstand zur Nullmarke festgelegt.

Inflation in den USA weiter auf dem Vormarsch: In den USA ist die Inflation im Juni überraschend weiter gestiegen. Im Vergleich mit dem Juni 2020 hat das US-Arbeitsministerium einen durchschnittlichen Preisanstieg von 5,4 Prozent gemessen. Das ist die höchste Inflationsrate seit August 2008. Analysten hatten hingegen mit einer Abschwächung gerechnet, nachdem die Inflation bereits im Mai mit 5,0 Prozent auf relativ hohem Niveau zu liegen kam. Der Anstieg wird unter anderem durch die immer weitergehende Aufhebung von Corona-Beschränkungen begünstigt. So sind die Preise für Hotelaufenthalte, Autovermietungen, Bekleidung und Flugreisen deutlich gestiegen. Vor allem aber wurden erneut Gebrauchtwagen deutlich teurer. Zudem liegt der Ölpreis immer noch merklich höher als im Vorjahresmonat. Die Kerninflation, bei der schwankende Preiskomponenten wie Energie und Lebensmittel ausgeklammert werden, betrug verglichen mit dem Vorjahresmonat 4,5 Prozent. Auch dies war deutlich mehr als erwartet. Die US-Notenbank Fed geht davon aus, dass die anziehende Inflation ein vorübergehendes Phänomen ist. Denn im Vorjahresvergleich ergeben sich wegen des Konjunktureinbruchs im Jahr 2020 hohe Preissteigerungsraten. Auch an den Märkten wird damit gerechnet, dass sich die Teuerung in absehbarer Zeit auf tieferen Niveaus einpendeln werde, weil die Corona-Sondereffekte zum Jahresende auslaufen.

Fokus: Haben Sie mehrere Depots? Dann zahlen Sie zu viel Gebühren

Anleger, die mehr als ein Wertpapierdepot haben, müssen ganz besonders darauf achten, dass die Kosten nicht ihre Rendite wegfressen.

Anleger haben oft mehr als ein Wertpapierdepot. Sie haben zum Beispiel ein Depot bei ihrer Hausbank, bauen bei einem anderen Finanzinstitut Kapital für das Alter auf, haben wieder anderswo einen Sparplan abgeschlossen und bei einer Direktbank ein wenig in Eigenregie an der Börse gehandelt.

Dem Anlageerfolg ist das allerdings wenig zuträglich. Oft fehlt die übergeordnete Anlagestrategie, der Überwachungsaufwand fällt gleich mehrfach an und es ist schwieriger, den Gesamtüberblick zu behalten. Zudem kassiert jede Bank separat Gebühren, und immer mehr Banken gleichen sinkende Erträge durch steigende Gebühren aus. Diese können in Summe stärker an der Rendite nagen als bei einem konsolidierten Depot bei einer günstigen Depotbank.

Mehrere Depots kosten mehr Gebühren

Häufig haben Anleger ein Hauptdepot. Diese Anlagen folgen in der Regel einer langfristigen Anlagestrategie, die auf das persönliche Risikoprofil abgestimmt ist. Passive Anlagen wie ETFs sollen hier zum Beispiel über die Jahre immer etwa gleich viel zulegen und verlieren wie der gesamte Markt. In weiteren Depots setzen Anleger ihre eigenen Anlageideen um. Sie gehen darin oft höhere Risiken ein, probieren Neues aus oder halten „Liebhaberaktien“, etwa von Unternehmen aus Deutschland oder ihrer Region. Wichtig ist, dass diese Anlagen ihre Vorsorge und den Finanzhaushalt nicht aus dem Lot bringen.

Allerdings fallen bei solchen Depots oft hohe Transaktionsgebühren an, wenn man häufiger Wertpapiere kauft und verkauft. Außerdem verlangen viele Banken überhöhte Gebühren. Das kostet einen guten Teil der Rendite. Wer Gebühren vergleicht, kann Kosten sparen und so das Renditepotenzial erhöhen.

Das Sparpotenzial bei den Gebühren ist groß

Ein Vergleich der Gebühren der fünf größten privaten Banken in Deutschland mit der der VZ Depotbank zeigt, wie viel Sie sparen können. Bei einem Depotwert von 100.000 Euro betragen die Kosten für 14 Online-Transaktionen bei den fünf größten Banken Deutschlands im Durchschnitt 1.077 Euro, bei der VZ Depotbank hingegen nur 450 Euro. Allein für Ausgabeaufschläge verlangen die Großbanken 522 Euro, während das VZ vollständig darauf verzichtet.

Tipp: Prüfen Sie, wie viel Gebühren Sie bei ihren Depots pro Jahr bezahlen. Wenn Sie dies zu wenig beachten, können Sie keinen angemessenen Ertrag erwirtschaften. Es lohnt sich, die Rendite und die Kosten von einem unabhängigen Experten prüfen zu lassen, zum Beispiel im Rahmen eines kostenfreien Depotkosten-Vergleichs beim VZ.

Möchten Sie mehr über mögliche Fehler bei der Verwaltung eines Depots lernen? Dann bestellen Sie das Merkblatt "Depot Check – die häufigsten Fehler von Anlegern".

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