Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 28. April 2021

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Aktuelles zu Börsen & Märkten

EZB bleibt im Krisenmodus: Die Europäische Zentralbank (EZB) will ihre Geldschleusen angesichts der dritten Coronawelle weiterhin weit offen halten. "Wir haben immer noch einen langen Weg vor uns, bis wir die Pandemie überwunden haben und die Erholung nachhaltig und kräftig ist", machte EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Anschluss an die Ratssitzung von letzter Woche klar. Den Leitzins beließ die Notenbank daher auf dem Rekordtief von null Prozent, wo er bereits seit März 2016 liegt. Auch an ihrem Einlagesatz von -0,5 Prozent rüttelte sie nicht. Zufrieden zeigte sich Lagarde mit dem Einfluss des PEPP-Anleihenkaufprogramms auf die Finanzierungskonditionen: Der Zinsanstieg zum Jahresbeginn wurde gestoppt (siehe Grafik). Die EZB hatte im März entschieden, das Tempo bei ihren Anleihenkäufen im Rahmen des Notfall-Programms PEPP im zweiten Quartal deutlich zu erhöhen. Damit will sie dafür sorgen, dass die Finanzierungskosten für Unternehmen, Staaten und Haushalte während der aktuellen Krise niedrig bleiben. Fazit: Nach dem Zinsanstieg und dem Hochfahren des PEPP-Kaufvolumens konnte der Anstieg der Marktzinsen tatsächlich beendet werden, was einmal mehr die Interventionskraft der EZB sowie deren Glaubwürdigkeit an den Finanzmärkten unterstreicht. Daher ist weiterhin mit tiefen Zinsen in der Eurozone zu rechnen. Die Konjunkturerholung und das Risikosentiment werden dadurch gestützt.

Renditen im Euroraum setzen Seitwärtsbewegung fort
Dank das Hochfahrens des PEPP-Programms konnte die EZB den Anstieg der Marktzinsen beenden.
Renditen im Euroraum setzen Seitwärtsbewegung fort

Quelle: Bloomberg

Aufschwung in Eurozone setzt sich trotz erneuter Coronawelle fort: Die Wirtschaft in der Eurozone nimmt ungeachtet der erneuten Pandemieverschärfungen weiter an Fahrt auf. Darauf deutet der Einkaufsmanagerindex (PMI) von IHS Markit hin. Der Index, der als einer der wichtigsten Makroindikatoren für die Eurozone gilt, stieg im April überraschend auf 53,7 Punkte von 53,2 Zählern im Vormonat. Die stärksten Impulse kamen erneut aus dem Industriesektor, wo der Nachfrageboom den entsprechenden PMI auf 63,3 Punkte und damit den höchsten Stand seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1997 hievte (nach 62,5 Zählern im März). Der Dienstleistungssektor hinkte dieser Entwicklung zwar erneut hinterher, was vor allem auf die anhaltenden Corona-Restriktionen zurückzuführen, unter denen der Dienstleistungssektor stärker leidet. Ungeachtet dessen verzeichnete die Branche das erste Mini-Wachstum seit August 2020 (+0,4 auf 50,3 Punkte). "In einem Monat, in dem die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie aufgrund der neuen Infektionswellen wieder verschärft wurden, zeigte die Eurozone beim Wirtschaftswachstum erfreulicherweise Stärke", lässt sich Markit-Chefökonom Chris Williamson in einer Mitteilung zitieren.

Ifo-Index für Deutschland zeigt weiter nach oben: In Deutschland bleibt die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen angesichts der dritten Coronawelle überraschend optimistisch. Der von den Marktforschern des Ifo-Instituts erhobene Geschäftsklimaindex, der auf einer Umfrage unter mehreren tausend Managern basiert, stieg im April sogar leicht an. Und zwar um 0,2 Punkte auf 96,8 Zähler. Das ist der dritte Anstieg in Folge und der höchste Wert seit Sommer 2019. "Die dritte Infektionswelle und Engpässe bei Vorprodukten dämpfen die Erholung der deutschen Wirtschaft", kommentiert Ifo-Präsident Clemens Fuest in einer Mitteilung. Die Manager beurteilten zwar ihre Lage günstiger als zuletzt, blickten aber skeptischer auf die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate.

Wichtiges Signal vom US-Arbeitsmarkt: In den USA ist die wöchentlich erhobene Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Wert seit Ausbruch der Pandemie gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium zuletzt mitteilte, stellten 547.000 Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung. Im Frühjahr 2020, als die Coronakrise den US-Arbeitsmarkt mit voller Wucht getroffen hatte, lag die Zahl der wöchentlichen Arbeitslosenanträge im sechsstelligen Bereich. Es gab Wochen, in denen fünf Millionen Menschen und mehr einen solchen Antrag stellten. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte jüngst betont, der Arbeitsmarkt habe das Vorkrisenniveau noch lange nicht erreicht. Da die Konjunkturerholung bei weitem noch nicht abgeschlossen sei, werde die US-Notenbank Fed der Wirtschaft weiterhin die erforderliche Unterstützung geben, solange dies nötig sei. Die Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt werden von Investoren noch stärker beachtet, seitdem die Fed im vergangenen Sommer eine Feinjustierung ihrer Geldpolitik vornahm. Damals hatte die wohl mächtigste Notenbank der Welt bekanntgegeben, im Kampf gegen die Corona-Folgen ihre beiden bis dahin gleichrangigen geldpolitischen Ziele – Vollbeschäftigung und Preisstabilität – zu priorisieren: Neu liegt der Fokus auf der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Fed-Verantwortliche wiederholen seitdem praktisch bei jeder Gelegenheit das neue Mantra vom "inklusivem" Wirtschaftswachstum: so viele neue Jobs schaffen wie nur möglich und das in allen Einkommensklassen und Gesellschaftsschichten, egal zu welchem Preis.

Fokus: Der richtige Vermögensmix im Rentenalter

Bei der Geldanlage orientieren sich viele auf langfristige Anlagemöglichkeiten mit sicherer und stetiger Wertentwicklung. Diese Strategie ist während der Erwerbstätigkeit zwar durchaus sinnvoll, allerdings verschieben sich bei dem Eintritt in das Rentenalter die Prioritäten.

Mit Eintritt in das Rentenalter spielt die Verfügbarkeit des Vermögens eine größere Rolle. Wer den Großteil seines Geldes langfristig anlegt, beispielsweise in Immobilien, Aktien oder Anleihen mit langen Laufzeiten, schränkt seine Liquidität stark ein. Bei einem kurzfristigen Geldbedarf muss zum Beispiel eine Immobilie verkauft werden, dann oftmals mit Verlusten.

Allerdings sollte auch nicht das gesamte Vermögen kurzfristig angelegt werden. Wer den größten Teil seines Geldes liquide hält, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto, verschenkt viele Renditechancen. Hier kommt es auf die passenden Vermögensanlagen an.

Umdenken: Man braucht nicht das ganze Vermögen zum Rentenbeginn

Viele kalkulieren, als ob sie ihr gesamtes Vermögen zum Eintritt in den Ruhestand auf einen Schlag benötigen. Dabei müssen zum Renteneintritt nicht die kompletten Ersparnisse zur Verfügung stehen. Im Rentenalter muss jeweils nur der Betrag verfügbar sein, den man beispielsweise für die nächsten 5-6 Jahre benötigt.

Daher sollte das Geld so angelegt werden, dass die Verfügbarkeiten gestaffelt sind. Nur das Kapital, auf das man jederzeit Zugriff haben möchte, sollte in kurzfristigen und schwankungsarmen Anlagen wie als Tagesgeld oder in Anleihen mitgehalten werden.

Das restliche Kapital kann in verschiedene, chancenreichere und renditestärkere Anlageformen fließen, die schrittweise ausgezahlt werden. Das können beispielsweise Aktien und Unternehmensanleihen sein. Indexfonds wie ETFs lohnen sich vor allem, weil sie flexibel sind und in effiziente Aktienmärkte wie Deutschland oder die USA investieren.

Eine Variante zur optimalen Verteilung Ihres Vermögens für das Rentenalter ist die Etappenstrategie des VZ. Diese unterteilt die künftigen Einkommensphasen in Etappen von je zehn Jahren, welche in Verbrauchs- und Wachstumsteil aufgeteilt werden. Aus dem Verbrauchsteil wird Einkommen entnommen und sicherheitsorientiert angelegt, um Schwankungen zu minimieren. Der Wachstumsteil wird so angelegt, dass die Rendite daraus den Verbrauchsteil immer wieder auffüllen kann.

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