Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 14. April 2021

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Aktuelles zu Börsen & Märkten

Chinas Export boomt weiterhin: Die chinesischen Ausfuhren sind im März um fast ein Drittel gestiegen. Auf Dollar-Basis legten sie konkret um 30,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie die chinesische Zollbehörde bekannt gab. Der Anstieg fiel zwar etwas geringer aus als erwartet (35,5 Prozent), das Exportwachstum befindet sich jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. China profitiert in der Corona-Pandemie von der starken Nachfrage nach Produkten wie medizinischer Ausrüstung oder Computern für das Homeoffice. Noch deutlicher als die Ausfuhren wuchsen die Importe, die um 38,1 Prozent nach oben schnellten. Das ist die höchste Expansionsrate seit über vier Jahren. Hier hatten Volkswirte mit einem Plus von nur 23,3 Prozent gerechnet. Fazit: Die Nachfrage vom Ausland bleibt hoch und die Handelsbeziehung zwischen den USA und China intensiviert sich trotz politischer Schwierigkeiten. Damit steigt auch die wirtschaftliche Abhängigkeit der Supermächte voneinander.

Exportwirtschaft in China entwickelt dich dynamisch
Chinas Exportwirtschaft profitiert von der starken Nachfrage nach Produkten wie medizinischer Ausrüstung oder Computern für das Homeoffice.
Exportwirtschaft in China entwickelt dich dynamisch

Quelle: Bloomberg

Inflationsrate in den USA springt auf 2,6 Prozent hoch: In den USA hat die Inflation im März deutlich und stärker als erwartet angezogen. So stieg das allgemeine Preisniveau in den vergangenen zwölf Monaten um 2,6 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium ermittelt hat. Im Februar lag die Inflationsrate noch bei 1,7 Prozent. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen, nachdem der Ölpreis Anfang 2020 in den Keller gerauscht war. Seit letztem Herbst zeigt der Trend aber wieder nach oben. Seitdem sind auch die Inflationserwartungen an den Finanzmärkten zum Teil deutlich gestiegen. Hauptgründe sind die Konjunkturpakete der US-Regierung in Billionenhöhe und die sehr lockere Geldpolitik. Die Vertreter der großen Zentralbanken rechnen jedoch nicht mit einem nachhaltigen Inflationsanstieg. Sie sind im Gegenteil stark davon überzeugt, dass die zugrundeliegende Inflationsdynamik über den zyklischen Aufschwung hinaus weiterhin schwach bleiben dürfte und rechnen für 2022 wieder mit Inflationsraten unter dem Zielniveau von 2 Prozent.

Konjunkturerwartungen in Deutschland trüben sich ein: In Deutschland haben sich die konjunkturellen Aussichten im April überraschend eingetrübt. Die monatliche Umfrage des Forschungsinstituts ZEW unter Finanzexperten hat ergeben, dass das Stimmungsbarometer zu den Konjunkturerwartungen gegenüber dem Vormonat um 5,9 Zähler auf 70,7 Punkte sank. Es handelt es sich um den ersten Rückgang seit letztem November. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf im Durchschnitt 79,0 Punkte gerechnet. Die Umfrageteilnehmer seien "etwas weniger euphorisch als im vorangegangenen Monat", kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach die Umfrageergebnisse in einer Mitteilung. "Die Befürchtung, dass es zu einem verschärften Lockdown kommen könnte, lässt die Erwartungen für den privaten Konsum zurückgehen." Verbessert hat sich hingegen die Bewertung der aktuellen Konjunkturlage. Sie wird jedoch weiterhin deutlich negativer betrachtet als die Erwartungen. Der entsprechende Indikator erholte sich um 12,2 Zähler auf minus 48,8 Punkte und notiert damit ungefähr auf dem Niveau vom März 2020.

Industrieproduktion Frankreich bricht überraschend ein: In Frankreich hat der Industriesektor im Februar unerwartet einen Rückschlag erlitten. Die Produktion ging gegenüber dem Vormonat um 4,7 Prozent zurück, wie das Statistikamt Insee bekannt gab. Analysten hatten hingegen einen leichten Anstieg um 0,5 Prozent prognostiziert, nachdem die Industrieproduktion im Januar noch um 3,2 Prozent gestiegen war. Grund für den Rückgang sind die erneuten Corona-Beschränkungen. Bereits in den Monaten November und Dezember hatten die Lockdown-Maßnahmen die Industrieproduktion belastet. In beiden Monaten waren die Rückgänge aber vergleichsweise moderat ausgefallen.

Fokus: Folgenschwere Fehler bei der Depotführung

Wertpapiere eröffnen die Chance auf Rendite, es lauern aber auch Risiken. Diese Fallstricke sollten Anleger umgehen.

Um erfolgreich anzulegen, müssen Anleger unterschiedliche Faktoren im Blick haben. Ein wichtiger Erfolgsgarant ist eine gute Risikoverteilung im Depot. Viele Depots sind schlecht diversifiziert, weil sie zu stark in deutsche Werte, in wenige Branchen oder in exotische Anlagen investiert sind. Andere enthalten fast nur bankeigene Produkte, auch wenn diese mehr kosten und schlechter rentieren als Alternativen. Oder sie sind voller strukturierter Produkte, bei welchen die Kosten undurchsichtig und die Risiken schwer abschätzbar sind. Diversifizieren Sie Ihr Depot, indem Sie in Fonds und ETFs statt in Einzeltitel, in verschiedene Regionen und Branchen investieren. Eine angemessene Diversifikation verhindert Klumpenrisiken und vermeidet wirkungslose und kostenintensive Kleinstpositionen.

Ein weiteres Manko vieler Depots ist die fehlende Anlagestrategie. Ein folgenschwerer Fehler, da eine klare Strategie maßgeblich über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Die Performance eines Depots hängt zu rund 70 Prozent von der Strategie ab. Taktische Depotanpassungen machen rund 20 Prozent des Anlageerfolgs aus, die Wahl der einzelnen Titel etwa 10 Prozent. Wer gut aufgestellt sein will, sollte sein Vermögen richtig ausrichten: Chancen erhöhen, Risiken senken, Kosten optimieren.

Jede Anlagestrategie ist individuell. Sie richtet sich nach den Zielen, der Anlagedauer und der Risikofähigkeit des Anlegers. Sie setzt Antworten auf Fragen um wie: Welche Bezüge sind in welchem Zeitraum geplant? Wie lange soll das Geld angelegt werden? Bis zu welchem Grad verkraftet der Anleger Kursschwankungen? Die Strategie hat im Einklang mit Anlagedauer und Risikobereitschaft das Ziel, das Vermögen in verschiedene Anlageklassen aufzuteilen. Je höher Anlagedauer und Risikobereitschaft sind, desto höher darf der Aktienanteil sein.

Die wichtigsten Fragen für die persönlichen Anlagestrategie

Themen Fragen
Ziele Was ist mir bei meiner Geldanlage am wichtigsten?
Liquidität Wie viel Geld benötige ich in den nächsten Jahren?
Anlagehorizont Welchen Anteil kann ich längerfristig fest anlegen?
Risikobereitschaft Wie viel Verlust kann ich persönlich verkraften?
Vermögensstruktur Welche Struktur optimiert Risiko und Rendite?
Instrumente Wie und wo lege ich mein Geld an?

Steht die Strategie, lohnt sich ein Blick auf die Kosten. Ein Vergleich zeigt, wie groß die Unterschiede sind – sowohl zwischen den einzelnen Produkten als auch zwischen den Depotbanken. Die Depotbank sollte nicht nur günstig sein, sondern auch einen guten Service und aussagekräftige Performance-Berichte bieten: Weist der Depotauszug Nettorenditen aus? Vergleicht er die Anlagen mit der Benchmark? Die Kosten der einzelnen Produkte sind ebenfalls maßgeblich verantwortlich für den Anlageerfolg.

Vorsicht vor strukturierten Produkten: Sie erlauben ihren Herausgebern, Gebühren zu verstecken. Wer die Kosten optimiert, erzielt längerfristig eine deutliche Mehrrendite – oft bei gleichzeitig geringerem Risiko.

Möchten Sie Ihr Depot auf Vordermann bringen? Möchten Sie wissen, wo Sie mit Ihrem Depot stehen? Dann bestellen Sie unseren kostenlosen Depot-Check.

Diese Seite teilen