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Newsletter vom 13. Januar 2021

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Aktuelles zu Börsen & Märkten

Steigende Ölpreise zeugen von konjunktureller Zuversicht: Der Ölpreis ist im Aufwind. Die Nordseesorte Brent kostet so viel wie seit fast einem Jahr nicht mehr (siehe Grafik). Der Fasspreis ist zuletzt auf über 57 US-Dollar gestiegen. Zum Jahreswechsel lag er noch bei etwa 50 US-Dollar. Seit Ende Oktober verteuerte sich der Brentpreis um etwa 50 Prozent. Eine ähnliche Preisdynamik ist bei der nordamerikanischen Referenzsorte WTI zu sehen, die zuletzt bei 54 US-Dollar je Fass notierte. Beides sind die höchsten Notierungen seit Februar 2020. Ein wichtiger Grund für die anziehenden Ölnotierungen ist die allgemein freundliche und zuversichtliche Stimmung an den Finanzmärkten, da mit den flächendeckenden Corona-Impfungen ein Ende der wirtschaftlichen Beschränkungen immer wahrscheinlicher wird. Von dieser Aussicht profitieren auch andere Rohstoffe. Zuletzt sorgte die Entscheidung Saudi-Arabiens, die Ölförderung im Februar und März deutlich zu kürzen, für weiteren Schwung bei den Ölpreisen.

Ölpreis auf höchstem Stand seit Februar 2020
Der vor Weihnachten erfolgte Startschuss der Corona-Impfungen beflügelt den Ölpreis.
Ölpreis auf höchstem Stand seit Februar 2020

Quelle: Bloomberg

Deutsche Industrie steigert Produktion: Die deutsche Industrie hat ihre Produktion auch im November steigern können. Insgesamt lag das Plus im Vergleich zum Vormonat bei 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Anstieg folgt auf ein kräftiges Wachstum im Oktober, das mit 3,4 Prozent sogar etwas höher ausfiel als bisher bekannt. Der Ausblick für die Industriekonjunktur bleibe zwar verhalten, aber die Auftragslage und die Stimmung in den Unternehmen hätten sich zuletzt verbessert, heißt es weiter.

Anlegerstimmung im Euroraum erneut gestiegen: Der in vielen Ländern vor Weihnachten erfolgte Startschuss der Corona-Impfungen hat die Anlegerstimmung im Euroraum weiter beflügelt. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Januar den zweiten Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Februar 2020, bevor die Corona-Krise einen drastischen Einbruch ausgelöst hatte. Aufgehellt haben sich im Januar sowohl die Konjunkturerwartungen, als auch die Einschätzung der aktuellen Lage. Der Indexwert für die Erwartungen erreichte bei 33,5 Punkten sogar ein Rekordhoch.

Erholung am US-Arbeitsmarkt vorerst gestoppt: In den USA ist die Erholung auf dem Arbeitsmarkt ins Stocken geraten. Im Dezember ist die Zahl der Beschäftigten erstmals seit dem historischen Corona-Einbruch der Konjunktur im April 2020 wieder gesunken. Unter Ausklammerung des saisonalen Effekts in der Landwirtschaft gingen laut dem US-Arbeitsministerium 140.000 Stellen verloren. Analysten wurden vom Ausmaß des Rückschlags überrascht. Sie hatten einen leichten Zuwachs von 50.000 Jobs erwartet, nachdem die US-Wirtschaft im November noch 336.000 neue Stellen geschaffen hatte. Ein Lichtblick ist, dass der Stellenzuwachs für die Monate Oktober und November um insgesamt 135.000 Stellen nach oben korrigiert wurde. Zu reden gab auch die Lohnentwicklung. Denn trotz des Dämpfers am Arbeitsmarkt sind die durchschnittlichen Stundenlöhne im Monatsvergleich um 0,8 Prozent gestiegen. Analysten hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 0,2 Prozent gerechnet. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres stiegen die Stundenlöhne um 5,1 Prozent. Auch das lag klar über den Markterwartungen.

Chinas Verbraucherpreise steigen wieder: In China sind die Verbraucherpreise im Dezember nach einem Rückgang im Monat zuvor wieder leicht gestiegen. Gemäß Angaben des chinesischen Statistikamts zufolge, lag die Inflation im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 0,2 Prozent. Im November waren die Verbraucherpreise in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erstmals seit elf Jahren gefallen. Im Jahresvergleich hatte es einen Rückgang um 0,5 Prozent gegeben. Das ist vor allem auf einen Basiseffekt bei den Schweinefleischpreisen zurückzuführen, die in China einen relativ großen Anteil am Verbraucherpreisindex haben. Nach dem Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in China war die Versorgung im vergangenen Jahr eingebrochen. Die Preise schnellten deshalb zunächst kräftig in die Höhe. Doch hat sich die Lage in den vergangenen Monaten wieder entspannt, weshalb die Preise wieder sanken zu.

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