Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 13. November 2020

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Nachlass-Tücken bei Patchworkfamilien: 4 Tipps, damit kein Kind zu kurz kommt

Sind Eltern das zweite Mal verheiratet, müssen sie auf Fallstricke bei der Weitergabe ihres Vermögens achten. Treffen sie keine ausreichenden Regelungen, kann der Zufall über die Erbberechtigung entscheiden und Kinder können unerwünscht leer ausgehen.

Wenn sich Paare mit Kindern trennen und neue Partnerschaften eingehen, hat dies weitreichende Auswirkungen auf ihre erbrechtliche Situation. Dies zeigt das folgende Beispiel: Herr und Frau Zenner sind in zweiter Ehe verheiratet. Beide haben Kinder aus erster Ehe und als Nesthäkchen noch ein gemeinsames Kind – eine typische Patchworkfamilie.

Die Risiken bei gesetzlicher Erbfolge

Die Zenners besitzen ein gemeinschaftliches Testament, in dem sie sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt haben. Das Problem: Das gemeinsame Testament regelt nicht automatisch, wer von den Kindern am Schluss erben soll, wenn beide Eheleute nicht mehr leben. Denn erbberechtigt sind nach der gesetzlichen Erbfolge nur die eigenen Kinder des Ehepartners, der zuletzt stirbt.

Die Grafik zeigt, was in dieser Konstellation passiert. Stirbt Herr Zenner als erster, ist seine Frau Alleinerbin und die Kinder gehen leer aus. Stirbt Frau Zenner, erben nur ihre Kinder – ihr Kind aus erster Ehe sowie das gemeinsame Kind. Sein Kind aus erster Ehe geht leer aus, es erbt nichts von seinem Vater. Denn die Kinder aus der ersten Ehe des zuerst verstorbenen Ehepartners sind nicht erbberechtigt.

Erbfolge in der Patchworkfamilie mit Berliner Testament
Familienkonstellation: Ehepaar, in zweiter Ehe verheiratet, mit 3 Kindern: 1 gemeinsames Kind, und jeder hat ein Kind aus 1. Ehe. Der Mann stirbt zuerst, dann die Frau.
Erbfolge in der Patchworkfamilie mit Berliner Testament

Quelle: VZ VermögensZentrum

1. Erbfolge prüfen

Prüfen Sie, wer nach gesetzlicher Erbfolge tatsächlich erbberechtigt ist. Das ist wichtig, weil deutlich wird, welche testamentarischen Regelungen nötig sind.

2. Erbberechtigte bestimmen

Legen Sie fest, welche Familienmitglieder etwas vom Nachlassvermögen erhalten sollen. Ansonsten kann es passieren, dass nicht die gewünschte Erbfolge eintritt.

3. Nachlass planen

Planen Sie den Vermögensübergang unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten so, dass Steuern gespart werden, genügend liquides Geld für alle Verpflichtungen zur Verfügung steht und nach Möglichkeit Streit vermieden wird.

4. Kinder begünstigen

Legen Sie im Testament fest, dass alle Kinder erben, egal wer zuerst verstirbt.

Experten helfen bei der Nachlassplanung

Bei vielen Patchworkfamilien ist die Nachlasssituation komplex und wirft viele Fragen auf. Im Rahmen einer professionellen Nachlassplanung des VZ erfahren Sie, welche Regelungen Sie in welcher Form treffen sollten. Die VZ-Experten erfassen die Gesamtsituation und die vorhandenen Vermögenswerte, zeigen die gesetzliche Aufteilung des Nachlasses auf und machen Vorschläge, wie man die gewünschte Aufteilung umsetzen kann. Möchten Sie mehr erfahren? Vereinbaren Sie in ein kostenfreies Beratungsgespräch im VZ in Ihrer Nähe:

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