Tipps zu Vermögen und Ruhestand

Diese Seite teilen

Newsletter vom 10. Juli 2020

Informieren Sie sich regelmäßig über interessante Themen rund um Ruhestand, Geldanlage, Immobilien, Finanz- und Nachlassplanung.

Altersvorsorge: Mit Wertpapieren zu mehr Rente

Krisen und Börsenschwankungen zum Trotz: Lohnt es sich, mit Wertpapieren fürs Alter zu sparen? Eine Studie gibt eine eindeutige Antwort: Ja – Aktien bringen langfristig die höchsten Rentenleistungen.

Dass Wertpapieranlagen ideal für die Altersvorsorge geeignet sind, belegt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Verbraucherzentrale. Die Forscher simulierten die Wertentwicklung verschiedener Portfolios, in die Durchschnittsverdiener 45 Jahre lang 4 Prozent ihres Bruttoeinkommens einzahlten. Die Ersparnisse blieben auch in der Rentenphase am Kapitalmarkt investiert.

Mit Aktienportfolio doppelt so viel Rente

Das Resultat kann sich sehen lassen (siehe Grafik). Für das reine Aktienportfolio prognostiziert die Studie durchschnittlich 2.389 Euro Monatsrente. Das Mischportfolio, das je zur Hälfte aus Aktien und Anleihen besteht, bringt 1.417 Euro. Das Mischportfolio mit Lebenszyklusmodell, bei dem der Aktienanteil in den letzten 15 Erwerbsjahren schrittweise reduziert wird, kommt auf 1.222 Euro. Diese Ergebnisse stellen auch klassische Rentenversicherungen in den Schatten.

Mehr Rente mit höherem Aktienanteil
Einzahlungen über 45 Jahre 155 Euro/Monat, 3 Prozent Beitragssteigerung pro Jahr; Monatsrente bei Kapitalverzehr ab Renteneintritt (Alter 67 bis 90). Vergangenheitsbezogene Angaben sind kein Indikator für die Zukunft.
Mehr Rente mit höherem Aktienanteil

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Warum Verlustängste unbegründet sind

Viele Anleger misstrauen Aktien und haben Angst vor Verlusten, insbesondere wenn es um ihre private Altersvorsorge geht. Die Studie widerlegt dies eindrücklich. In weniger als einem Prozent der 10.000 simulierten Fälle lag der Wert des Portfolios nach der Ansparphase unter der Summe der eingezahlten Beiträge. Denn Vorsorgesparer profitieren von zwei Vorteilen:

Erstens: Trotz immer wiederkehrender Krisen und Kursverluste zeigen Börsentrends langfristig nach oben. Dies untermauert auch eine Auswertung des US-Wirtschaftsnobelpreisträgers Robert Shiller. Demnach schlossen US-Aktien in zwölf Dekaden seit 1880 nur zweimal im Minus ab, und zwar in der 1930er-Dekade mit –0,1 und der 2000er-Dekade mit –0,7 Prozent.

Zweitens: Je länger der Anlagehorizont, desto geringer das Verlustrisiko. Berechnungen zeigen, dass das Risiko von Verlusten nach rund 15 Anlagejahren nahe null liegt. Vorsorgesparer haben aber in der Regel einen längeren Anlagehorizont. So kommen 40-jährige zum Beispiel auf etwa 25 Jahre; die Rentenphase in der ZEW-Studie dauert 22 Jahre.

Starten Sie jetzt mit dem Kapitalaufbau für Ihren Ruhestand

Damit Sie im Ruhestand genügend Geld zur Verfügung haben, ist es wichtig, so früh wie möglich mit dem Kapitalaufbau zu beginnen. Je eher, desto besser, denn der Zinseszinseffekt wirkt langfristig besonders stark. Drei Fragen müssen Sie für sich beantworten:

  • Wie viel Zusatzrente benötige ich im Ruhestand?
  • Wie viel Kapital muss ich dafür aufbauen?
  • Wie viel Geld muss ich dafür jeden Monat beiseitelegen?

Neues VZ-Webinar am 15. Juli: "Altersvorsorge heute – intelligent sparen fürs Alter"

Gehen Sie in 10 bis 15 Jahren in den Ruhestand und möchten wissen, wie Sie Ihren Lebensstandard am besten finanzieren? Rechnen Sie mit einer Rentenlücke, die Sie aus dem eigenen Vermögen decken müssen – aber nicht wissen wie?

Dann nehmen Sie an unserem neuen, kostenfreien Online-Seminar "Altersvorsorge heute" teil. Sie erfahren, wie Sie Versorgungslücken ermitteln und wie Sie Ihr Kapital anlegen sollten, um nach Ihrer Erwerbsaufgabe die benötigten Einkünfte daraus zu erzielen.

Jetzt anmelden

Weitere Informationen