Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 26. Juni 2020

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Drängende Fragen zur Corona-Krise: VZ-Experten geben Antwort

Trotz Kurserholung herrscht an den Börsen weiterhin Unruhe. Noch ist unklar, wie die Unternehmen die Folgen der Corona-Krise bewältigen werden und ob die Weltkonjunktur bald wieder Tritt fasst. Viele Anleger sind verunsichert und haben hohes Sicherheitsbedürfnis. Die Anlage-Experten des VZ beantworten die wichtigsten Fragen.

Muss ich meine Anlagestrategie anpassen?

Die Anlagestrategie steht für 80 Prozent des Anlageerfolgs. Daher ist es wichtig, seine Anlagestrategie langfristig auszurichten und konsequent umzusetzen. Das gilt besonders in Krisenphasen. Als wegen der Corona-Pandemie die Börsenkurse einbrachen, reagierten viele Anleger im falschen Moment: Sie verkauften ihre Aktien zu spät, als die Kurse bereits niedrig waren, und verpassten den anschließenden, kräftigen Aufschwung – mit verheerenden Folgen für die Rendite.

Tipp: Wer seine Anlagestrategie sorgfältig hergeleitet hat, sollte daran festhalten. Daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert. Wichtig ist, sich bei der Herleitung genau zu überlegen, welche Kursschwankungen man bereit ist zu akzeptieren.

Typisches Verhaltensmuster bei Anlageentscheidungen
Typisches Verhaltensmuster bei Anlageentscheidungen

Quelle: VZ VermögensZentrum

Wie gut ist mein Depot gegen Krisen gewappnet?

Diese Frage lässt sich im Vergleich mit einer Benchmark herausfinden. Die Benchmark kann ein Musterdepot mit vergleichbaren Risiken sein (insbesondere einer ähnlichen Aktienquote) oder ein ETF-Depot mit einer marktgerechten Rendite, das also langfristig etwa gleich viel gewinnt und verliert wie der Gesamtmarkt. Finden Sie heraus, ob Ihr Depot im überdurchschnittlichen Börsenjahr 2019 besser oder schlechter als die Benchmark abgeschnitten hat. Die Erkenntnis: Ein Depot, das in guten Zeiten bestenfalls durchschnittlich abschneidet, wird sich in einer Krise kaum bewähren.

Tipp: Die meisten Anleger machen Fehler, weil sie mehr wollen als die Marktrendite. Sie gehen zu hohe Risiken ein, lassen sich zu hektischen Umschichtungen verleiten oder investieren in unverständliche Produkte mit zu hohen Gebühren. Vermeiden Sie diese Fehler. Sind Sie unsicher, holen Sie sich unabhängige Hilfe.

Sind ETFs noch die richtigen Investments?

Eine große Unbekannte ist, wie nachhaltig der wirtschaftliche Einbruch der Märkte tatsächlich sein wird. Viele Indizes haben nach dem Börsencrash im März wieder Boden gutgemacht. Doch die Unsicherheit über den Zustand vieler Firmen ist groß. Die Veröffentlichung der Quartalsberichte börsennotierter Unternehmen für das verheerende zweite Quartal 2020 steht noch bevor. Erst dann wird sich zeigen, was das kurzfristig für ETFs auf Indizes wie den DAX oder den MSCI World bedeutet.

Tipp: Kostengünstige und transparente Indexanlagen wie ETFs sind langfristige Investments, die eine marktgerechte Rendite verfolgen. Das klingt unspektakulär – vor allem, wenn Fondsmanager oder Anlageberater mit anderen Produkten deutliche Mehrrenditen versprechen. Untersuchungen zeigen aber, dass kaum jemand den Markt systematisch schlägt.

Auf Dividenden setzen: Ist das noch sinnvoll?

Immer mehr Aktien-Unternehmen senken ihre Dividende 2020 oder streichen sie ganz. Sie haben Liquiditätsprobleme oder müssen ihre Ausschüttungspolitik wegen staatlicher Finanzhilfen anpassen. Das hat Auswirkungen auf die langfristige Renditeerwartung.

Tipp: In einem ausgewogenen Wertpapier-Depot bleibt die Dividendenstrategie weiterhin sinnvoll. Wer auf Einzelaktien setzt, sollte Titel mit hoher Dividendenrendite auswählen. Auch ETFs schütten Dividenden aus; sie überweisen sie auf das Konto des Inhabers oder legen sie direkt in neue ETF-Anteile an.

Bieten Anlagen in Gold einen guten Schutz?

Viele Anleger halten Gold für einen Fels in der Brandung. Allerdings gibt es keine Gewähr, dass der Goldpreis in Krisenzeiten automatisch steigt. Dies zeigte sich besonders Anfang März, als der Goldpreis trotz Krisenstimmung innerhalb weniger Tage um 12 Prozent fiel. Erst danach begann der Wert einer Unze Gold spürbar zu steigen.

Tipp: Mit Gold kann man sein Depot zwar zusätzlich diversifizieren – ein Garant für Wertgewinne ist das Edelmetall aber nicht.

Webinar am 1. Juli: "Geldanlage im Spannungsfeld von Coronakrise und Niedrigzinsen"

Im Webinar betrachten die VZ-Experten die Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft und erläutern die Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken. Sie erfahren, welche Konsequenzen und Chancen sich für Sie als Anleger aus der Krise ergeben und wie Sie am besten handeln. Die Experten zeigen, wie Sie vor diesem Hintergrund Ihr Vermögen richtig aufstellen und wie wir Sie dabei unterstützen können.

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