Tipps zu Vermögen und Ruhestand

Diese Seite teilen

Newsletter vom 15. Mai 2020

Informieren Sie sich regelmäßig über interessante Themen rund um Ruhestand, Geldanlage, Immobilien, Finanz- und Nachlassplanung.

Statt Sondertilgung: So machen Hausbesitzer mehr aus ihrem Geld

Mit Sondertilgungen können Hausbesitzer ihr Immobiliendarlehen schneller abzahlen und Zinsen sparen. Sind die Zinsen aber so niedrig wie jetzt, fahren sie mit einer anderen Strategie besser.

Die meisten Immobilienfinanzierungen erlauben Sondertilgungen. Kreditnehmer können dann zusätzlich zu ihren monatlichen Raten größere Extrazahlungen leisten, um die Entschuldung ihres Darlehens zu beschleunigen. Das hat zwei große Vorteile: Die Kreditlaufzeit wird kürzer und man spart Zinsen. Wichtig ist, bei Vertragsabschluss auf entsprechende Sondertilgungsrechte zu achten, denn nachverhandeln ist später kaum noch möglich.

Im Zinstief weniger Ersparnis

Vielen ist nicht bewusst, dass Sondertilgungen nicht immer der beste Weg sind. Sie lohnen sich vor allem bei hohem Kreditzins oder wenn die Zinssätze seit Vertragsabschluss gesunken sind. Dann werden nämlich vergleichsweise viele Zinsen gespart. Bei niedrigen Kreditzinsen sind Sondertilgungen hingegen weniger wirkungsvoll, weil die Zinsersparnis gering ausfällt – das gilt ganz besonders im aktuellen Rekordtief. Im Zinstief kann es für Kreditnehmer interessanter sein, anstatt jährliche Sondertilgungen zu leisten die gleichen Beträge monatlich in einen ETF-Sparplan einzuzahlen.

Mehrertrag mit Aktien und ETFs

Das Beispiel in der Grafik zeigt, wie sich das am Ende auszahlen kann. Eine Immobilie im Wert von 400.000 Euro wird mit einem Darlehen von 300.000 Euro finanziert. Der Zinssatz beträgt 1,0 Prozent, die Tilgung 3,5 Prozent pro Jahr. Tätigt der Hausbesitzer 20 Jahre lang jedes Jahr eine Sondertilgung von 3.000 Euro, hat er sein Darlehen fast vollständig reduziert. Die Restschuld beträgt 1.500 Euro und sein Gesamtvermögen 398.500 Euro. Teilt er jedoch die 3.000 Euro auf und zahlt jeden Monat 250 Euro in einen ETF-Sparplan ein, besäße er nach 20 Jahren bei einer Sparplanrendite von 5 Prozent pro Jahr einen Depotwert von 101.800 Euro. Damit könnte er die Restschuld von 67.000 Euro begleichen und hätte zugleich noch einen Vermögensvorteil von 36.300 Euro.

Vergleich: Sondertilgung versus ETF-Sparen

Immobiliendarlehen: 300.000 Euro, Sollzins 1,0 %, Tilgung 3,5 %, Laufzeit 20 Jahre. ETF-Sparplan mit deutschen Aktien: Monatsrate 250 Euro, durchschnittliche Zehnjahressperformance nach Kosten 5 % pro Jahr, angenommene Vermögensentwicklung 2020–2040. Renditen können nicht für die Zukunft garantiert werden, Wertpapiere unterliegen Wertschwankungen.

  Sondertilgung ETF-Sparen
Immobilien-Wert 400.000 Euro 400.000 Euro
Immobilien-Darlehen 300.000 Euro 300.000 Euro
Jährliche Sondertilgung 3.000 Euro -
Restkapital nach 20 Jahren -1.500 Euro -67.000 Euro
Kapital ETF-Depot - 101.800 Euro
Gesamtvermögen 398.500 Euro 434.800 Euro
Vorteil ETF-Sparen   36.300 Euro

Quelle: VZ VermögensZentrum

Da Immobilienfinanzierungen zumeist über viele Jahre laufen, können chancenreiche Wertpapieranlagen mit ETFs eine Alternative zur Sondertilgung sein. Wertpapierportfolios schwanken zwar im Wert, eröffnen aber langfristig attraktive Renditenchancen. Mit dem Ertrag aus einem ETF-Sparplan kann am Ende nicht nur der Kreditvertrag getilgt, sondern auch zusätzliches Kapital angespart werden.

Informationen zum Sparen mit ETFs

Ein ETF-Sparplan eignet sich für jeden, der langfristig Vermögen aufbauen möchte und zum Beispiel nach einer aussichtsreicheren Alternative zum Sparbuch sucht. Zwar muss man berücksichtigen, dass Wertpapiere wie Aktien und ETFs Schwankungen unterliegen; trotzdem ermöglichen Aktien auf lange Sicht bessere Renditechancen als jede andere Anlageklasse. Mit dem ETF-Sparplan beim VZ VermögensZentrum investieren Sie dabei nicht in ein Standardprodukt, sondern einfach und kostengünstig in ein breit aufgestelltes Portfolio mit den besten ETFs – gemäß der Anlagestrategie, die zu Ihnen passt.

Merkblatt bestellen

Depot eröffnen

Haben Sie Fragen? Unsere Berater sind für Sie da und kümmern sich gerne um Ihre Anliegen, am Telefon oder per Videoberatung. Das erste Gespräch ist kostenfrei.

Weitere Informationen