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Newsletter vom 17. April 2020

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Gold als Krisenwährung: Vor- und Nachteile

Ob Coronavirus-Krise, Niedrigzinsen oder Angst vor Inflation: Geht es mit dem Vertrauen in die Wirtschaft bergab, steigt das Interesse an Gold. Anleger suchen sichere Häfen, dabei ist Gold nicht so stabil wie viele denken.

Viele Anleger fragen sich, ob sie jetzt in Gold investieren sollen. Schließlich gilt Gold als "Fels in der Brandung", wenn Aktienmärkte einbrechen und die Wirtschaft schwächelt. Allerdings haben die letzten Wochen gezeigt, dass der Goldpreis selbst in der Krise nicht immer stabil ist, sondern je nach Nachfrage durchaus schwanken kann. Die Grafik zeigt, wie die Belastung durch das Coronavirus den Goldpreis sowohl antreiben als auch hemmen kann.

Von wegen stabil: Goldpreis unterliegt starken Schwankungen
Goldpreis in Euro vom 1.10.2019 bis 3.4.2020
Von wegen stabil: Goldpreis unterliegt starken Schwankungen

Quelle: Bloomberg

Was ist passiert? Im Februar ist der Goldpreis auf den höchsten Wert seit sieben Jahren geklettert. Doch als sich die Pandemie Ende Februar in Asien verschlimmerte, brach die dortige Nachfrage nach physischem Gold ein. Und als die Angst vor einer globalen Eskalation die Aktienmärkte durchschüttelte, mussten einige Großinvestoren und Hedgefonds auf ihre Goldbestände zurückgreifen – und sie teilweise verkaufen. Diese widersprüchlichen Impulse ließen den Goldpreis zuletzt mehrmals sehr stark schwanken. In den letzten vier Wochen hatte das Edelmetall zwischenzeitlich fast 15 Prozent an Wert verloren.

Was Anleger bei Gold beachten sollten

Wer also in Gold investiert, sollte seine Anlageentscheidung bewusst treffen und die wichtigsten Besonderheiten dieser Anlageklasse berücksichtigen. Erstens: Anders als die meisten Anlagen wirft Gold keine Erträge ab, wie Zinsen oder Dividenden. Auf der anderen Seite hat Gold – anders als Aktien und Anleihen – kein Ausfallrisiko. Das Edelmetall ist bei Privathaushalten und Notenbanken genauso begehrt wie in der Schmuckindustrie, und wird von daher immer einen stabilen Wert genießen. Allerdings könnte wegen der zu erwartenden konjunkturellen Delle die Nachfrage nach Gold zwischenzeitlich zurückgehen.

Zweitens: Gold ist eine Krisenwährung, bietet aber kaum Inflationsschutz. Um vor Inflation zu schützen, müsste der Goldpreis mindestens im gleichen Tempo oder schneller als das allgemeine Preisniveau steigen. Bei fallenden Goldpreisen ist das aber nicht der Fall. Immerhin hat aber Gold den Vorteil, dass es im Gegensatz zu großen Bankguthaben nicht direkt von Negativzinsen bedroht ist.

Drittens: Gold bietet Anlegern Steuervorteile. Anders als bei anderen Edelmetallen fällt beim Kauf von Gold keine Mehrwertsteuer an. Behält man Gold länger als ein Jahr, sind die Gewinne beim Verkauf steuerfrei. Unabhängig davon ob man in physisches Gold wie Münzen oder Barren investiert oder in Anteile von Gold-Wertpapieren wie Exchange-Traded Commodities (ETCs), die wie ETFs die Rendite ihres Basiswerts abbilden.

Wie hoch sollte der Goldanteil sein?

Gold kann die Diversifikation des Gesamtvermögens erhöhen. Der Goldanteilsollte aber 5 bis 10 Prozent nicht überschreiten. Empfehlenswert ist, dass sich Anleger vor der Investition über die Formen und Kosten von Goldinvestments informieren. Wie hoch der Goldanteil am Vermögen sein darf, hängt auch von der individuellen Risikobereitschaft des Anlegers ab. Das VZ VermögensZentrum berät Anleger, wie sie Gold am besten in ihrem Vermögensmix einsetzen können und wie eine kostengünstige Umsetzung im Depot aussehen kann. Bei der VZ-Lösung ist das Edelmetall physisch hinterlegt und beinhaltet einen Auslieferungsanspruch.

Haben Sie Fragen?

In der aktuellen Situation ist es verständlich, dass Anleger viele Fragen haben. Möchten Sie etwas besprechen? Unsere Berater sind für Sie da und kümmern sich gerne um Ihre Anliegen, am Telefon oder per Videobesprechung ​​​. Das erste Gespräch ist kostenfrei.

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