Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 18. November 2020

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Aktuelles zu Börsen & Märkten

Chinesische Wirtschaft weiter im Aufschwung: Nach dem schweren Einbruch auf Grund der Corona-Pandemie läuft die Wirtschaft in China mittlerweile wieder auf Hochtouren. Im Oktober stiegen die Ausgaben im Einzelhandel für Verbrauchsgüter gemäß nationalem Statistikamt um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit sogar deutlicher als im Vormonat mit 3,3 Prozent (siehe Grafik). Auch im Industriesektor stehen die Ampeln auf grün: Die Betriebe weiteten ihre Produktion mit einem Plus von 6,9 Prozent etwas stärker aus als von Analysten erwartet wurde. Auch Chinas Exportvolumen in die USA erreichte im Oktober mit einem Wachstum von 22,5 Prozent zum Vorjahr den höchsten Wert seit fast drei Jahren. Die Wirtschaftsdaten dürften dazu führen, dass die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in den letzten drei Monaten des Jahres schneller als im dritten Quartal mit 4,9 Prozent wachsen dürfte. Experten rechnen mit fünf bis sechs Prozent Wachstum. Trotz des starken Corona-Einbruchs zum Jahresanfang dürfte China als einzige große Volkswirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum verzeichnen. Es wird mit einem Plus von rund zwei Prozent gerechnet. Fazit: Der kurz- und mittelfristige Trend bei den Konjunkturdaten zeigt deutlich aufwärts. Durch die hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland profitieren die chinesischen Unternehmen ebenso wie ihre internationalen Zulieferer.

Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze in China
Die chinesische Wirtschaft brummt, wie die Entwicklung der Industrieproduktion und der Einzelhandelsumsätze zeigt.
Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze in China

Quelle: National Bureau of Statistics of China, Bloomberg

Japan kämpft sich aus Rezession: Die Wirtschaft Japans ist wieder im Aufwind. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zog im dritten Quartal dieses Jahres um auf das Jahr hochgerechnete 21,4 Prozent an, wie die Regierung in Tokio bekanntgab. Es ist das erste Mal nach drei Quartalen, dass die Wirtschaft wieder wächst, nachdem das Land zuvor in eine schwere Rezession gerutscht war. Im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal um fünf Prozent. Zuversichtlich stimmt auch, dass sich der private Konsum, der in Japan zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung beiträgt, um auf das Jahr hochgerechnete um 4,7 Prozent anzog (+7,0 Prozent zum Vorquartal). Dass Japans Konjunkturmotor nach dem Corona-Einbruch jetzt wieder anspringen würde, hatten Ökonomen erwartet. Der BIP-Anstieg – der stärkste seit vier Jahrzehnten – fiel aber noch deutlicher aus als viele Experten gedacht hatten.

Positive US-Daten aus Industrie und Einzelhandel: Die US-Industrie hat ihre Produktion zu Beginn des vierten Quartals ausgeweitet. Im Oktober stieg die gesamte Herstellung zum Vormonat um 1,1 Prozent, wie die US-Notenbank mitteilte. Der Anstieg folgt auf einen Rückgang um 0,4 Prozent im September. Von dem Einbruch in der ersten Corona-Welle im Frühjahr hat sich die Industrie deutlich erholt, allerdings nicht vollständig. Gegenüber dem Vorkrisenniveau von Februar liegt die Herstellung immer noch um 5,6 Prozent niedriger. Derweil hat der Einzelhandel im Oktober beim Umsatz den sechsten Monat in Folge zugelegt. Nach deutlichen Zuwächsen in den Sommermonaten fiel das Umsatzplus im Oktober mit 0,3 aber vergleichsweise schwach aus. Über die USA rollt derzeit eine zweite Infektionswelle hinweg und einzelne Bundesstaaten reagieren erneut mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Das belastet den Einzelhandel.

Bitcoin nimmt Rekordmarke ins Visier: Der Höhenflug beim Bitcoin hält an. Der Kurs der wohl bekanntesten Kryptowährung hat auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp die Marke von 18.000 US-Dollar überschritten. Am Dienstag hatte er bei rund 18.480 US-Dollar ein Mehrjahreshoch erreicht. Auf diesem Niveau stand der Bitcoin letztmals Anfang 2018. Das bisherige Rekordhoch von Ende 2017 bei knapp 20.000 US-Dollar rückt damit wieder in Reichweite. Seit einem kurzen aber heftigen Einbruch zu Beginn der Corona-Krise im März, als der Bitcoin kurzzeitig auf unter 5.000 US-Dollar zurückfiel, hat sich der Wert der Kryptowährung damit seither mehr als verdreifacht. Alleine im vergangenen Monat betrug das Plus über 45 Prozent.

Diese Seite teilen