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Newsletter vom 24. Juni 2020

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Aktuelles zu Börsen & Märkten

US-Wirtschaftsdaten deuten auf rasche Erholung hin: In den USA deuten verschiedene Konjunkturbarometer nach dem coronabedingten Einbruch auf eine V-förmige Erholung der Wirtschaft hin. So sind die Einzelhandelsumsätze im Mai deutlich besser ausgefallen, als dies erwartet worden ist (siehe Grafik, hellblaue Balken). Der Monatsanstieg betrug gegenüber April +17,7 Prozent und markiert den höchsten Zuwachs seit 1992. Auch der Business Conditions Index der New York Fed erholte sich kräftiger als im Vorfeld erwartet wurde (graue Linie). Das Gleiche gilt für den Umfragewert der Philadelphia Fed über den Geschäftsausblick (Business Outlook), der sogar klar negativ erwartet wurde, aber deutlich positiv ausgefallen ist (dunkelblaue Linie). Auch wenn das Niveau der Wirtschaftsaktivität in den USA insgesamt noch schwach ist – die erste Erholungsbewegung ist eindrucksvoll. Zudem sind solche V-förmigen Muster für das Vertrauen in die Widerstandskraft der US-Wirtschaft wichtig. Denn sie signalisieren, dass auf den raschen Wirtschaftseinbruch eine ebenso rasche Erholung erfolgen könnte.

US-Wirtschaftsdaten zeigen V-förmige Muster
In den USA zeigen verschiedene Konjunkturindikatoren eine V-förmige Entwicklung.
US-Wirtschaftsdaten zeigen V-förmige Muster

Quelle: Bloomberg

Einkaufsmanager in Eurozone zuversichtlicher: Die Stimmung unter den Chefeinkäufern der Unternehmen in der Eurozone hat sich stark verbessert. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex erholte sich gemäß einer Vorabschätzung von 31,9 Punkten im Vormonat auf 47,5 Zähler im Juni. Analysten hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, allerdings im Schnitt nur auf 43,0 Punkte. Sowohl in der Industrie als auch unter den Dienstleistern besserte sich die Stimmung deutlich. Allerdings liegen die Indikatoren für den Euroraum immer noch unter der Wachstumsgrenze von 50 Punkten. In Frankreich jedoch stiegen sie in beiden Bereichen wieder über diese Schwelle. In Deutschland wiederum blieben sie darunter, wenngleich die Indikatoren ebenfalls deutlich an Flughöhe zulegten.

EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland: Die EU verlängert die Wirtschaftssanktionen gegen Russland angesichts mangelnder Fortschritte im Friedensprozess für die Ostukraine um ein halbes Jahr. Die EU hatte die Handels- und Investitionsbeschränkungen zuletzt im Dezember bis zum 31. Juli verlängert. Sie sollen nun bis zum 31. Januar 2021 gelten. Die Sanktionen könnten Russland bereits einen dreistelligen Milliardenbetrag gekostet haben. Doch auch die europäische Konjunktur wird in Mitleidenschaft gezogen, da die Strafmaßnahmen den Handel vieler EU-Unternehmen mit Russland erschweren und Moskau im Gegenzug Einfuhrverbote für westliche Agrarprodukte wie Obst und Fleisch verhängt hat. Eingeführt wurden die Sanktionen nach dem Absturz eines malaysischen Flugzeugs mit 298 Menschen an Bord über der Ostukraine im Juli 2014. Es soll nach Angaben von westlichen Ermittlern von prorussischen Separatisten abgeschossen worden sein. Seit 2014 kämpfen in den Gebieten Donezk und Luhansk Truppen der Regierung gegen von Russland unterstützte Separatisten.

Japans Exporte mit stärkstem Einbruch seit über zehn Jahren: Die Exportnation Japan bekommt die coronabedingte Flaute der Weltwirtschaft stark zu spüren. In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sind die Exporte im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat gemäß Regierungsangaben um 28,3 Prozent zurückgegangen. Das ist der stärkste Einbruch seit der globalen Finanzkrise von 2008/09. Der Rückgang war sogar schlimmer als Analysten befürchtet hatten. Für das schlechte Ergebnis sorgte vor allem das US-Geschäft. Dort brach die Nachfrage nach japanischen Autos und Autoteilen als Folge des Lockdowns um mehr als 70 Prozent ein.

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