Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 10. Juni 2020

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Aktuelles zu Börsen & Märkten

US-Arbeitsmarkt sorgt für große Überraschung: Die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den USA hat im Mai sehr positiv überrascht. Trotz Viruskrise und entgegen den Markterwartungen ist die Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Welt gefallen. Laut US-Arbeitsministerium sank die Arbeitslosenquote im Mai auf 13,3 Prozent von 14,7 Prozent im April. Der Rückgang erfolgte jedoch von extrem hohem Niveau aus, da die Arbeitslosenquote im Vormonat den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht hatte. Analysten hatten für Mai allerdings mit einem deutlichen Sprung auf 19,0 Prozent gerechnet (siehe Grafik). Diese Entwicklung nährt Hoffnungen, dass die Viruskrise nicht die gleichen dauerhaften Folgeschäden am Arbeitsmarkt hinterlässt wie normale typische Rezessionen. Viele Geschäfte, Fabriken und Restaurants dürfen in den USA inzwischen wieder unter Auflagen öffnen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Arbeitslosigkeit selbst Ende nächsten Jahres noch knapp unterhalb der Marke von zehn Prozent liegen könnte. Im historischen Vergleich wäre das noch immer relativ hoch.

US-Arbeitslosenquote sinkt überraschend
In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Coronavirus-Krise überraschend ein klein wenig entspannt. Die Arbeitslosenquote sank auf 13,3 Prozent, während Analysten einen weiteren Anstieg auf 19,0 Prozent erwartet hatten.
US-Arbeitslosenquote sinkt überraschend

Quelle: Bureau of Labor Statistics

Industrieproduktion in Deutschland bricht drastisch ein: Die Produktion in der deutschen Industrie geht im großen Tempo zurück. Für den April haben die Bundesstatistiker einen Rückgang gegenüber März von 17,9 Prozent ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Produktion sogar um 25,3 Prozent. Dabei handelt es sich um den stärksten Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1991, wie es heißt. Analysten können den aktuellen Zahlen dennoch etwas Positives abgewinnen. Denn vor allem die weitgehenden Fertigungsstopps in der wichtigen Automobilindustrie wirkten sich negativ aus. So brach die Produktion in dieser Branche im Vergleich zum Vormonat, gemäß den Bundesstatistikern, um 74,6 Prozent ein. Klammert man diese Entwicklung aus, dann hat sich die Situation im Mai verbessert.

Ölländer verlängern Förderkürzung: Die großen Ölförderländer wollen ihre Produktion einen weiteren Monat, bis Ende Juli, gedrosselt halten. Damit soll das Angebot verringert werden, da aufgrund des wirtschaftlichen Lockdowns die Ölnachfrage eingebrochen ist. Die rund ein Dutzend in der OPEC vertretenen Ölförderer hatten sich im April mit anderen großen Produzenten, darunter Russland, in der Gruppe der so genannten OPEC+ auf eine Drosselung der Produktion um 9,7 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Das entspricht etwa einem Zehntel des täglichen weltweiten Verbrauchs. Seit einigen Wochen befinden sich die Ölpreise auf Erholungskurs. So stieg der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent, seit dem Mitte April erreichten Tief, inzwischen wieder um rund 170 Prozent. Auch die Preise für die US-Sorte WTI zogen wieder kräftig an. Im Zuge der Corona-Krise waren die Ölpreise kollabiert. So fiel der Brent-Preis von rund 60 Dollar Mitte Februar bis auf 16 Dollar im April.

Diese Seite teilen