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Newsletter vom 20. Mai 2020

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Aktuelles zu Börsen & Märkten

Tempo bei Arbeitslosenzahlen in USA lässt nach: Die Zahl der Arbeitslosen in den USA steigt nicht mehr so rasant. Gemäß den letzten Daten des US-Arbeitsministeriums stellten innerhalb einer Woche 2,98 Millionen Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze. In der Woche zuvor hatten noch 3,2 Millionen Menschen einen solchen Antrag gestellt. Bereits seit einiger Zeit ist eine nachlassende Dynamik zu sehen. Der Höhepunkt wurde in der Woche bis zum 28. März mit 6,9 Millionen markiert. Seit dem 21. März, als die Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung auf dem US-Arbeitsmarkt sichtbar wurden, summieren sich die Anträge auf rund 36 Millionen.

Chinesische Industrie auf Erholungskurs: In China zeichnet sich nach der Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine sachte Erholung der Wirtschaft ab. Im April stieg die Industrieproduktion gemäß den Angaben des nationalen Statistikamts im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent (siehe Grafik). Das war deutlich mehr, als von Analysten erwartet wurde. Im März war die Fertigung in den Industriebetrieben der zweitgrößten Volkswirtschaft noch gefallen. Der Rückgang war damals mit 1,1 Prozent aber vergleichsweise gering, was wohl mit den Konjunkturmaßnahmen der Regierung zu erklären sein dürfte. Weiterhin schwach zeigte sich hingegen die Lage im chinesischen Einzelhandel. Hier ging der Umsatz im April zum Vorjahr um 7,5 Prozent zurück. Im März waren die Umsätze im Einzelhandel allerdings noch deutlich stärker um 15,8 Prozent eingebrochen.

Positive Daten aus China
In China sorgen Daten zur Industrieproduktion und zum privaten Konsum für Zuversicht.
Positive Daten aus China

Quelle: Bloomberg

Aussichten für Konjunktur in Eurozone verbessern sich erneut: Die Erwartungen für die Entwicklung der Konjunktur in der Eurozone haben sich trotz Corona-Krise den zweiten Monat in Folge verbessert. Der von den Wirtschaftsforschern des ZEW erhobene Indikator stieg im Mai um 20,8 auf 46,0 Punkte. Bereits im Vormonat hatte sich die Stimmung deutlich aufgehellt, nachdem sie im März wegen der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen war. "Die Zuversicht wächst, dass es ab Sommer zu einer konjunkturellen Wende kommen wird", wird ZEW-Präsident Achim Wambach in einer Mitteilung zu den jüngsten Daten zitiert. Im Gegensatz zu den Aussichten trübte sich die Bewertung der aktuellen Konjunkturlage allerdings weiter ein.

Ölpreis erholt sich: Bei der Nachfrage nach Öl könnte das Tief bereits durchschritten sein. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für den pandemiebedingten Rückgang der weltweiten Ölnachfrage revidiert. Da vielerorts der Lockdown gelockert wird, gehen die IEA-Experten nun davon aus, dass die Nachfrage nur um durchschnittlich 8,6 Millionen Barrel pro Tag schrumpfen wird. Im April hatten sie noch einen Nachfrageeinbruch um 9,3 Millionen Barrel pro Tag prognostiziert. Im Zuge dieser News konnten sich die Ölpreise weiter erholen und die höchsten Notierungen seit etwa Mitte März erklimmen.

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