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Newsletter vom 13. Mai 2020

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Aktuelles zu Börsen & Märkten

Arbeitslosenquote in USA explodiert: Wie viele Teile der Welt ist auch die US-Wirtschaft im Ausnahmezustand. Die Virus-Krise hat dem jahrelangen Boom am US-Arbeitsmarkt ein jähes Ende bereitet und Massenarbeitslosigkeit ausgelöst. So schnellte die Arbeitslosenquote im April auf 14,7 Prozent hoch, wie die US-Regierung mitteilte. Das ist der höchste Stand in der Nachkriegszeit (siehe Grafik). Vor dem Ausbruch der Pandemie herrschte in den USA praktisch Vollbeschäftigung. Nun gingen allein im April 20,5 Millionen Stellen verloren. Seit dem 21. März, als die Auswirkungen der Virus-Ausbreitung am US-Arbeitsmarkt sichtbar wurden, haben über 33 Millionen Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. Der rasante Stellenabbau ist mit der Art und Weise zu erklären, wie US-Unternehmen auf Krisen reagieren: Arbeitnehmer werden sofort entlassen. Doch genau so schnell, wie die Menschen entlassen werden, werden sie im Aufschwung auch wieder eingestellt. Deswegen besteht die Hoffnung, dass mit den nun in einigen US-Bundesstaaten beschlossenen Lockerungen auch bald ein neuer Rekord bei den Stellenschaffungen möglich ist.

Arbeitslosenquote in USA schießt hoch
In den USA steigt die Zahl der Arbeitslosen rasant an. Im April wurde die höchste Arbeitslosenquote seit dem Zweiten Weltkrieg registriert. Der bisherige Negativrekord von 1982 lag bei 10,8 Prozent.
Arbeitslosenquote in USA schießt hoch

Quelle: Bloomberg

Deutschland produziert im März deutlich weniger: Die Corona-Krise hinterlässt immer deutlichere Bremsspuren im Wirtschaftskreislauf. In Deutschland sank die Produktion in den Industriebetrieben bzw. im verarbeitenden Gewerbe im März im Vergleich zum Februar um 9,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Besonders die Autoindustrie hat mit einem Rückgang um fast ein Drittel die Entwicklung geprägt. Doch auch in der Druck- und Bekleidungsindustrie sowie bei pharmazeutischen Erzeugnissen und Investitionsgütern ließ die Produktion um zweistellige Prozentzahlen nach. Nur das Baugewerbe hat seine Produktion leicht gesteigert. Zahlen für April liegen noch nicht vor. Da die Wirtschaft erst in der zweiten Märzhälfte ins künstliche Koma versetzt wurde, gehen Analysten für April von einem noch stärkeren Einbruch aus.

EU-Kommission erwartet stärksten Schock seit großer Depression: Die Corona-Krise wirft die Wirtschaft zurück. Der Schock sei so groß wie nie zuvor seit der großen Depression in den 1930er Jahren, heißt es in der Frühjahrsprognose der EU-Kommission. Konkret rechnet die Behörde mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in den 19 Ländern der Eurozone von 7,7 Prozent in diesem Jahr. Für die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sagt die Prognose für 2020 ein Minus von 7,4 Prozent voraus. Der Schock der Pandemie treffe zwar alle EU-Staaten, aber das Minus bei der Wirtschaftsleistung sei unterschiedlich – von rund vier Prozent in Polen bis zu knapp zehn Prozent in Griechenland. Die Erholung 2021 werde ebenfalls verschieden ausfallen und die Verluste unterm Strich nicht wettmachen. Die EU-Kommission weist darauf hin, dass die Prognose mit außergewöhnlich großen Unsicherheiten behaftet ist. Grundlage sei die Erwartung, dass die Corona-Beschränkungen ab Mai schrittweise gelockert werden. Falle die Pandemie schwerwiegender und länger aus, könnte dies zu einem noch größeren Einbruch der Wirtschaftsleistung führen.

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