Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 25. März 2020

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Aktuelles zu Börsen & Märkten

Coronavirus-Epidemie kommt in der Realwirtschaft an: Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise werden langsam sichtbar. In den USA, wo sich das Virus ebenfalls rasant verbreitet, verzeichnen mit dem Empire-State- und dem Philly-Fed-Index zwei wichtige vorauslaufende Wirtschaftsbarometer deutliche Rückgänge (siehe Grafik). Beide Indizes sind unter den neutralen Wert von null Punkten gefallen, was ein Anzeichen für Rezession ist. Auch zeigte in der Vorwoche die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA einen steilen Anstieg. Es ist zu vermuten, dass die Zahl in den kommenden Wochen noch weiter ansteigen wird. Auch in der Eurozone hat der Ausbruch des Virus der Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Der vom Marktforschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex sackte im März laut einer ersten Hochrechnung um 20,2 Punkte auf 31,4 Zähler ab. Das ist der tiefste Wert seit Beginn der Erhebung 1998. Der bisherige Tiefstwert von 36,2 Punkten wurde im Februar 2009 verzeichnet. Markit schreibt von einem "beispiellosen Kollaps der Wirtschaftsaktivitäten". Am stärksten sei der Dienstleistungssektor betroffen, vor allem in den konsumnahen Branchen wie der Reise- und Tourismusindustrie sowie im Gaststättengewerbe.

US-Wirtschaftsindikatoren fallen zurück
Die Ausbreitung des Coronavirus versetzt auch der US-Wirtschaft einen schweren Schlag.
US-Wirtschaftsindikatoren fallen zurück

Quelle: Bloomberg

Notfall- und Anreizmaßnahmen: Zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie stellen Regierungen, Notenbanken und internationale Organisationen derzeit mit Hochdruck Hilfspakete auf die Beine. In den USA hat sich der Senat nach zähen Verhandlungen auf ein großes Konjunkturpaket geeinigt. Es soll ein Volumen von zwei Billionen US-Dollar haben und unter anderem direkte Hilfszahlungen an die US-Steuerzahler umfassen. Zudem beinhaltet es eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenversicherung, mehr Geld für Krankenhäuser und ein Kreditprogramm für Unternehmen. Nun muss noch das Repräsentantenhaus grünes Licht für das Maßnahmenpaket geben. US-Politikern zufolge soll das Paket noch an diesem Mittwoch verabschiedet werden. Das Programm wird durch Maßnahmen der US-Notenbank ergänzt. Sie hat bereits die Leitzinsen praktisch auf null Prozent gesenkt und ein theoretisch unbegrenztes Anleihekaufprogramm angekündigt. Zu ähnlich drastischen Mitteln greift man auch in der Eurozone. Auch hier werden fiskalpolitische Anreize durch die Geldpolitik unterstützt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte bereits mitgeteilt, dass er eine Billion US-Dollar für seine 189 Mitgliedsländer zur Verfügung stellt.

Deutschland gegen "Corona-Bonds": Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise hat sich der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier gegen eine Vergemeinschaftung der Schulden der Euro-Staaten ausgesprochen. Die neue Diskussion um sogenannte Eurobonds sei "eine Gespensterdebatte", sagte der CDU-Minister dem deutschen "Handelsblatt". In Europa seien alle Regierungen entschlossen, eine neue Staatsschuldenkrise möglichst zu verhindern. Doch rate er zu Vorsicht, "wenn angeblich neue, geniale Konzepte präsentiert werden, die häufig genug Wiedergänger längst verworfener Konzepte sind". Eurobonds sind unter anderen von der Regierung des besonders hart von der Pandemie getroffenen Italien ins Gespräch gebracht worden. Sie sollen "Corona-Bonds" heißen. Die deutsche Regierung hat eine Vergemeinschaftung von Schulden europäischer Länder jedoch schon in vergangenen Jahren immer wieder strikt abgelehnt.

Fokus: Nachhaltige Indizes – was ist das genau?

Das Nachhaltigkeitsprofil von Börsenindizes lässt sich verbessern. Davon können Anleger mittels kostengünstiger ETFs und Indexfonds profitieren.

Immer mehr Menschen wollen ihr Geld so anlegen, dass es auch der Umwelt und der Gesellschaft einen Nutzen bringt. Doch nicht allen gelingt das, zum Beispiel, weil die Produkte nicht das halten, was sie versprechen. Grundsätzlich kann sich Nachhaltigkeit bei der Geldanlage für alle auszahlen. Studien zeigen, dass diese Anleger ähnliche Renditen erwarten können wie konventionelle Anleger. Inzwischen existiert in der Geldanlage eine Vielzahl an verschiedenen Anlageansätzen beim Thema Nachhaltigkeit.

Der älteste und einfachste nachhaltige Anlageansatz ist der der Ausschlüsse. Dabei liegt der Fokus darauf, bestimmte Geschäftsaktivitäten oder Branchen zu vermeiden, die nicht den eigenen Wertvorstellungen entsprechen. Ein anderes Beispiel ist der Best-in-Class-Ansatz, bei dem nur in Unternehmen investiert wird bzw. bei dem nur Unternehmen in einen nachhaltigen Index aufgenommen werden, die innerhalb ihrer Branche ihre ökologische, soziale und unternehmerische Verantwortung am besten wahrnehmen.

Oft kommen Mischformen der verschiedenen Ansätze zum Einsatz. So wird der Best-in-Class-Ansatz beispielsweise mit Ausschlüssen ergänzt. Ziel dieser Anlageansätze ist es, das Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Profil – die Abkürzung steht für Environmental (Umwelt), Social (soziale Verantwortung) und Governance (Unternehmensführung) – eines Indexes gegenüber dem jeweiligen klassischen marktkapitalisierten Hauptindex zu verbessern.

Nachhaltigkeit und Diversifikation

Einer der größten Anbieter von nachhaltigen Indizes ist MSCI. Der Indexprovider bietet eine breite Palette von nachhaltig positionierten Indizes vor allem auch für Privatanleger an, zum Beispiel die MSCI ESG Leaders Indizes. Diese Indizes eignen sich besonders für Anleger, die das ESG-Profil ihres Portfolios deutlich verbessern und gleichzeitig die Diversifikation nicht zu stark einschränken möchten.

Ein Vertreter dieser Indexfamilie ist der MSCI Emerging Markets ESG Leaders Index, der sich auf die Anlageregion Schwellenländer fokussiert. Ein Performancevergleich mit dem Hauptindex (MSCI Emerging Markets) zeigt, dass die unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit vorgenommene Indexoptimierung in den vergangenen Jahren auch in puncto Rendite den Anlegern Vorteile gebracht hat – und dies bei ähnlichen Risiken.

Höhere Rendite
Im Renditevergleich schneidet der nachhaltige Index (MSCI Emerging Markets ESG Leaders) besser ab als der konventionelle Index (MSCI Emerging Markets).
Höhere Rendite

Quelle: Bloomberg

Die relativ deutlichen Renditeabweichungen des nachhaltigen Indexes im Vergleich mit dem Hauptindex können auf die Konstruktionsweise zurückgeführt werden. Denn bei dem MSCI Emerging Markets ESG Leaders Index werden Ausschlüsse durchgeführt und die verbliebenen Titel werden zudem anders gewichtet.

Investition via Indexfonds

Wer in einen solchen Index investieren möchte, kann das über ETFs und Indexfonds umsetzen. Diese Anlageprodukte haben das Ziel, einen Index möglichst exakt und kostengünstig abzubilden. Beim VZ VermögensZentrum erhalten Sie professionelle Unterstützung bei der Wahl der passenden Produkte. Das VZ überwacht laufend rund 40.000 Investmentsfonds und wählt in einem mehrstufigen Selektionsprozess diejenigen aus, die in der quantitativen und qualitativen Analyse herausragen.

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