Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 15. Januar 2020

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Aktuelles zu Börsen & Märkten

US-Arbeitsmarkt bleibt robust: Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich in weiten Teilen weiterhin robust. Die Zahl der Arbeitslosen liegt auf einem sehr niedrigen Niveau und nimmt tendenziell weiter ab. Ein Punkt zeigt sich jedoch überraschend schwach: Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten im Dezember im Jahresvergleich zum ersten Mal seit Mitte 2018 um weniger als 3 Prozent zu (siehe Grafik). Bei faktischer Vollbeschäftigung und einer florierenden Wirtschaft würde man im sehr liberalen Arbeitsmarkt der USA deutlichere Lohnsteigerungen erwarten. Für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed dürften sich aus dem Arbeitsmarktbericht aber keine wesentlichen Konsequenzen ergeben. Die Fed hat nach den jüngsten Zinssenkungen angekündigt, ihre Geldpolitik nicht zu ändern, so lange die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben. Der robuste Arbeitsmarkt dürfte unter dem Strich für einen zunächst unveränderten geldpolitischen Kurs sprechen.

Geringe Arbeitslosigkeit in den USA
Auf dem US-Arbeitsmarkt herrscht bei einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent praktisch Vollbeschäftigung. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass die Lohnentwicklung so schwach ausfällt.
Geringe Arbeitslosigkeit in den USA

Quelle: Bloomberg

Bitcoin schießt hoch: Der Bitcoin ist einer der großen Profiteure der Krise im Nahen Osten. Der Kurs der bekanntesten Kryptowährung zeigt seit Anfang Januar – nach dem Zeitpunkt, als mit der von US-Präsident Trump veranlassten Ermordung des iranischen Generals Kassem Soleimani der Irankonflikt eskalierte – steil nach oben. Im neuen Jahr verzeichnete der Bitcoin einen Kursgewinn von fast 20 Prozent und notiert aktuell bei über 8500 US-Dollar. Der Preis für einen Bitcoin hatte sich im Verlauf des vergangenen Jahres nahezu verdoppelt, ist aber vom Jahreshoch im Sommer 2019, welches bei knapp 13.000 Dollar lag, immer noch weit entfernt.

Britisches Parlament stimmt für Brexit-Vertrag: Mehr als drei Jahre nach dem Brexit-Referendum hat das britische Unterhaus den mit der EU ausgehandelten Austritts-Vertrag gebilligt. Bei der historischen Sitzung in der vergangenen Woche stimmten 330 Abgeordnete für die Gesetzesvorlage und 231 dagegen. Dem Entwurf muss noch das Oberhaus zustimmen. Es wird erwartet, dass das Gesetz rechtzeitig zum geplanten Austrittstermin am 31. Januar in Kraft treten kann. In den Fokus rücken nun die Gespräche über die künftigen EU-Beziehungen nach einer Übergangszeit bis Ende 2020.

Industrieproduktion in den großen Euroländern im Aufschwung: Der Industriesektor in der Eurozone zeigt nach einer langen Durststrecke Anzeichen einer Verbesserung. Darauf deuten die nationalen Produktionsdaten für November aus den vier größten Euroländern. In der größten Eurowirtschaft Deutschland haben die Betriebe ihre Gesamtproduktion unerwartet stark gesteigert. Laut Statistischem Bundesamt betrug der Anstieg im Vergleich zum Oktober von 1,1 Prozent. In Frankreich nahm die Gesamtproduktion im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent zu. In Italien und Spanien verzeichneten die nationalen Statistikämter einen Produktionsanstieg von 0,1 Prozent bzw. 1,0 Prozent.

Hohe Inflation in China wegen Schweinepest: In China hat ein starker Preissprung bei Lebensmitteln im Zuge der Schweinepest die Inflation auf dem höchsten Stand seit fast acht Jahren gehalten. Für Dezember hat die nationale Statistikbehörde einen Anstieg der Konsumentenpreise im Jahresvergleich von 4,5 Prozent ermittelt. Bereits im November lag die Inflationsrate auf diesem Niveau. Seit dem Herbst hat sich die Inflation in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt spürbar verstärkt. In den Sommermonaten verharrte die Inflationsrate noch jeweils unter der Marke von drei Prozent. Seit mehr als einem Jahr breitet sich die Schweinepest in China aus, dem weltweit größten Produzenten und Konsumenten von Schweinefleisch.

Fokus: Aktienanlagen – wie finde ich den besten Einstiegszeitpunkt?

Um das Risiko eines falschen Einstiegszeitpunkts zu verringern, empfiehlt sich vor allem bei den Aktien ein gestaffelter Einstieg.

Die meisten Privatanleger wissen, dass Aktienanlagen langfristig besser rentieren als Geld auf dem Sparkonto oder Anleihen, und dass die Kurse nach einer Kurskorrektur irgendwann wieder steigen.

Trotzdem machen viele immer wieder dieselben Fehler: Sie verkaufen bei sinkenden Kursen und steigen erst wieder ein, wenn die Kurse bereits einen großen Teil der erzielten Verluste wieder wettgemacht haben. Bei sinkenden Kursen lassen sie sich zu stark von Verlustängsten, bei steigenden Kursen zu stark von Gier leiten.

Professionelle Anleger nutzen Phasen niedriger Kurse, um ihre Aktienbestände aufzustocken. Selbstverständlich können auch sie die künftige Entwicklung nicht absolut sicher voraussagen. Aber sie folgen bei ihren Investitionen strategischen und taktischen Überlegungen.

Bei Aktien steigt man am besten gestaffelt ein

Um das Risiko eines ungünstigen Einstiegzeitpunkts zu verringern, empfiehlt sich vor allem bei Aktien ein gestaffelter Einstieg. Denkbar ist ein Einstieg in mindestens drei bis vier gleich großen Aktienpaketen im Abstand von je drei Monaten.

Diese Einstiegszeitpunkte lassen sich zusätzlich um den Aspekt der Kursschwankungen erweitern: Sinkt der gewünschte Titel innerhalb der drei Monate um 10 Prozent, kauft man unabhängig vom Zeitpunkt ein weiteres Aktienpaket hinzu. Ein solches systematisches Vorgehen schaltet Emotionen wie Angst und Gier weitgehend aus.

Diese Seite teilen