Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 15. November 2019

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Testament richtig aufsetzen: Darauf kommt es an!

Die Planung des eigenen Nachlasses wird häufig auf die lange Bank geschoben. Viele haben Angst, Fehler zu machen. Nachlassexpertin Dr. Tatjana Rosendorfer vom VZ VermögensZentrum erläutert im Gespräch, worauf man beim Testament achten sollte.

Frau Dr. Rosendorfer, viele erarbeiten sich mit Fleiß ein großes Vermögen. Doch wenn es ums Vererben geht, lassen sie die Zügel schleifen. Was sind die Folgen?

Tatjana Rosendorfer: Drei Viertel der Deutschen treffen keine Vorkehrungen. Das ist einer der größten Fehler, die man machen kann. Denn ohne gültiges Testament oder Erbvertrag tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Diese entspricht jedoch nur selten den Wünschen der Erblasser. Sie riskieren, dass Ihre Nächsten nicht ausreichend abgesichert sind, es zu Streitigkeiten unter den Erben kommt oder hohe Steuern anfallen.

Was raten Sie als Erstes für die Nachlassplanung?

Tatjana Rosendorfer: Man sollte sich Gedanken machen, an wen man welche Teile seines Vermögens weitergeben möchte. Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: Soll Vermögen bereits zu Lebzeiten verschenkt werden oder sollen Angehörige erst nach dem Tode erben?

Zu berücksichtigen ist, dass Ehepartner, Kinder und gegebenenfalls die Eltern Anrecht auf einen Pflichtteil haben. Das übrige Vermögen können Sie weitergeben, an wen Sie möchten. Bedenken Sie jedoch, dass entfernte Verwandte oder Freunde unter Umständen sehr viel Steuern zahlen müssen.

Kann jeder sein Testament selbst machen?

Tatjana Rosendorfer: Im Prinzip ja. Wichtig ist, dass man das Testament eigenhändig schreibt, datiert und unterschreibt. Ein Testament, das am Computer erstellt und ausgedruckt wird, ist entgegen landläufiger Meinung ungültig.

Wo lauern dabei Fallstricke?

Tatjana Rosendorfer: Schwierig sind die richtigen Formulierungen. Die meisten sind juristische Laien. Sie wissen nicht, wann eine Anordnung unklar formuliert ist, sich widerspricht oder sich über das Gesetz hinwegsetzt. Deshalb ist Unterstützung durch einen Experten in vielen Fällen sinnvoll.

Außerdem sollte das Testament nicht zu Hause, sondern in der amtlichen Verwahrung hinterlegt werden und stets auf dem neuesten Stand sein. Ändert sich die familiäre Situation oder möchte man andere Erben berücksichtigen, muss man es anpassen. Mein Rat: Kennzeichnen Sie Änderungen mit Datum und Unterschrift oder schreiben Sie das Testament neu.

Experten helfen bei der Nachlassplanung

Besteht der Nachlass aus komplexen Vermögenswerten, können Experten bei der Nachlassplanung hilfreich sein. Sie erfassen die Gesamtsituation und die vorhandenen Vermögenswerte, zeigen die gesetzliche Aufteilung des Nachlasses auf und machen Vorschläge, wie man die gewünschte Aufteilung umsetzen kann. Möchten Sie mehr erfahren? Vereinbaren Sie in ein unverbindliches Gespräch im VZ in Ihrer Nähe:

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