Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 12. Juli 2019

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Früher in Rente: So vermeiden Sie finanzielle Lücken

Ein vorzeitiger Ruhestand mindert Ihre Rentenansprüche. Prüfen Sie, wie Sie den Einkommensverlust ausgleichen können. Unser Praxis-Beispiel zeigt: Wer mitten im Berufsleben steht, hat in der Regel noch genug Zeit, um eigenes Vorsorgekapital anzusparen.

Klaus M. aus Frankfurt am Main möchte nicht bis 67 arbeiten. Der 50-Jährige will lieber schon mit 63 in den Ruhestand gehen. Ihm ist bewusst, dass das teuer wird: Er verzichtet auf mehrere Jahresgehälter, und bei vorzeitigem Rentenbezug fallen die Altersleistungen deutlich geringer aus. Klaus M. möchte wissen, wie groß seine Finanzlücke ist, wie er sie zuverlässig schließt und welche Sparraten und Renditen er dafür benötigt.

Wie groß ist meine Rentenlücke?

Klaus M. möchte statt mit 67 schon mit 63 in Rente gehen. Ihm gehen Versicherungsjahre verloren. Als Topverdiener mit einem Jahresbruttogehalt von 100.000 Euro büßt er insgesamt rund acht Rentenpunkte ein. Das verringert seine Monatsrente nach aktuellem Stand um rund 255 Euro. Außerdem bedingt der vorzeitige Rentenbezug einen Rentenabschlag von 14,4 Prozent. Statt 2.400 Euro beträgt seine Rente nur 1.840 Euro pro Monat. Ihm fehlen also 560 Euro pro Monat oder 6.700 Euro pro Jahr. Bei einer Rentenzeit von 30 Jahren summiert sich der Fehlbetrag auf über 200.000 Euro.

Wie gleicht man die Lücke aus?

Eigentlich würden dem 50-Jährigen die gesetzliche Rente von 2.400 Euro sowie seine Betriebsrente von monatlich 600 Euro zum Leben reichen. Doch wegen der Frührente hat er fast 20 Prozent geringere Alterseinkünfte. Diese muss er innerhalb der nächsten 13 Jahre ausgleichen.

Um den Fehlbetrag von 200.000 Euro anzusparen, wäre mit einem Sparbuch ohne nennenswerte Zinsen die stolze Sparrate von 1.240 Euro pro Monat erforderlich (siehe Grafik). Das übersteigt jedoch seine Möglichkeiten.

Für eine niedrigere Sparrate braucht er höhere Renditen. Eine Mischung aus Aktien und Anleihen mit vier Prozent Rendite senkt die Sparrate auf 981 Euro (ohne Berücksichtigung von Kosten). Aufgrund des langen Anlagehorizonts entscheidet sich Klaus M. für Aktien-ETFs mit sechs Prozent Rendite. Damit genügen ihm 855 Euro monatlich, um das Kapital aufzubauen. Die Anlagerendite ist also ganz entscheidend.

Rentenlücke: Hohe Renditen senken Sparrate
Annahmen: Benötigtes Vorsorgekapital 200.000 Euro; Sparraten pro Monat; Ansparphase 13 Jahre
Rentenlücke: Hohe Renditen senken Sparrate

Quelle: VZ VermögensZentrum

Mögliche Zusatzrente

Bei Renteneintritt legt Klaus M. das angesparte Geld in defensive Wertpapiere zu drei Prozent Rendite an. Ohne das Grundkapital anzutasten, kann er sich damit rund 500 Euro pro Monat auszahlen– und hat seine Rentenlücke fast geschlossen. Mit Kapitalverzehr sind sogar über 800 Euro drin.

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Ob mit 65, 63 oder 60: Möchten Sie vorzeitig in den Ruhestand gehen? Machen Sie einen Plan und nutzen Sie dafür unseren kostenfreien Ruhestands-Check. Er zeigt Ihnen, wie viel Geld Sie im Alter benötigen und wie viel Geld Sie dafür ansparen müssen. Die schriftliche Auswertung unserer Experten zeigt Ihre persönliche Situation und liefert individuelle Lösungsvorschläge.

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