Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 14. Juni 2019

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Kleine Fehler – große Wirkung: So vererben Sie Vermögen richtig

Ohne Testament greift im Todesfall die gesetzliche Erbfolge. Die entspricht aber oft nicht dem Willen des Erblassers. Soll das Vermögen im eigenen Sinne vererbt werden, empfiehlt sich eine frühzeitige Nachlassplanung. Diese Fehler sollten Sie dabei vermeiden.

Fehler 1: Kein Testament machen

Mit einem Testament können Sie genau festlegen, wer was von Ihrem Vermögen bekommen soll. Das ist wichtig, damit Ihr Erbe in Ihrem Sinne weitergegeben wird. Tun Sie das nicht, greift die gesetzliche Erbfolge (siehe Grafik): Dann haben Sie nur noch bedingt Einfluss auf die Verteilung Ihres Nachlasses und können steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten nicht optimal nutzen. 

Tipp: Damit das nicht passiert, sollten Sie Ihren letzten Willen konkret handschriftlich formulieren. Vergessen Sie nicht, das Papier zu unterschreiben, damit es gültig wird. 

So wird der Nachlass von Verheirateten aufgeteilt
So wird der Nachlass von Verheirateten aufgeteilt

Quelle: VZ VermögensZentrum

Fehler 2: Fallstricke des Berliner Testaments übersehen

Die meisten Ehepaare setzen den überlebenden Ehepartner mittels Berliner Testament als Alleinerben ein. Diese Regelung ist jedoch unflexibel und bringt Angehörigen gravierende Nachteile. So bleiben durch diese Erbfolgeregelung Freibeträge bei der Erbschaftssteuer ungenutzt, außerdem kann der Hinterbliebene das Testament nur in Ausnahmefällen ändern. 

Tipp: Prüfen Sie, ob ein Berliner Testament sinnvoll ist und Sie keine Steuerfreibeträge verschenken. 

Fehler 3: Nicht über den Verbleib des Familienheims entscheiden

Der Wunsch, dass eines der Kinder das Elternhaus übernimmt, ist nicht immer realistisch. Vielfach wohnen die Kinder andernorts und besitzen bereits Wohneigentum. Außerdem kommt es wegen der Vermögensaufteilung oft zum Streit zwischen Erben.

Tipp: Prüfen Sie alle Optionen, auch, ob eine Schenkung zu Lebzeiten inklusive Wohnrecht in Frage kommt.

Fehler 4: Steuerliche Aspekte vernachlässigen

Denken Sie daran, dass mit dem Vermögensübertrag an Angehörige erhebliche Steuerforderungen anfallen können. Planen Sie daher Ihren Nachlass rechtzeitig mit einem Vermögensprofi. Er kennt Tricks und Kniffe, um den Appetit des Finanzamts gering zu halten. 

Tipp: Beginnen Sie rechtzeitig, gestaffelt Vermögen zu übertragen. Mit Schenkungen an Angehörige lassen sich zum Beispiel hohe Steuerfreibeträge alle zehn Jahre erneut nutzen.

Fehler 5: Auf fachliche Unterstützung verzichten

Immer noch verzichten viele Erblasser auf Unterstützung von Experten. Das kann ins Auge gehen, zum Beispiel wenn das Testament wegen simpler Formfehler ungültig ist. 

Tipp: Holen Sie sich Rat. So kann ein Notar prüften, ob Ihr Testament formal korrekt ist. Ein Nachlassplaner kann helfen, den Vermögensübergang optimal zu gestalten. Ein Testamentsvollstrecker unterstützt Ihre Erben bei der Erbaufteilung.

Neues Merkblatt: „10 häufige Fehler beim Vererben“

Die meisten Erblasser regeln ihren Nachlass falsch. Lesen Sie, auf welche Stolperfallen Sie beim Vererben achten sollten: Bestellen Sie das Merkblatt unter "Weitere Informationen".

Weitere Informationen

Nutzen Sie die unverbindlichen Informationsangebote des VZ VermögensZentrums: