Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 17. Mai 2019

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Immobilie vererben: Vorausschauende Planung beugt Familienzwist vor

In vielen Familien stecken große Teile des Vermögens in Immobilien. Hausbesitzer möchten diese gerne an ihre Kinder weitergeben. Doch das ist nicht so einfach, denn Eigentumswohnungen oder Häuser lassen sich schwer teilen. Vorausschauende Planung kann Probleme entschärfen.

Millionen Deutsche besitzen Immobilien. 40 Millionen leben in den eigenen vier Wänden, 12 Millionen besitzen Häuser oder Wohnungen zum Vermieten, und eine Million hat ein Ferienobjekt. Immer mehr davon werden vererbt. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Der Anteil von Erbschaften mit selbst genutzten Eigenheimen lag 2018 bei 57 Prozent, mit Renditeobjekten bei 18 Prozent. Eine Entwicklung, die nicht immer zur Freude der Erben beiträgt.

5 Baustellen für die Hinterbliebenen

Wohl jeder kennt aus dem privaten Umfeld Fälle, in denen es wegen Immobilien im Nachlass zu Streit unter den Erben gekommen ist. Denn Immobilien in der Erbmasse bringen oft Probleme mit sich:

  1. Immobilien sind kaum teilbar. Möchte ein oder mehrere Erben das Haus übernehmen, müssen die anderen meist ausbezahlt werden. Häufig reichen die Barmittel dazu nicht aus und das Haus muss verkauft werden. Das ist aber in der Regel nicht der Wunsch des Erblassers.
  2. Über die Verwendung des Elternhauses kommt es besonders häufig zu Meinungsverschiedenheiten. Wer von den Kindern soll das Haus übernehmen oder soll es verkauft bzw. vermietet werden?
  3. Erbengemeinschaften müssen einstimmig entscheiden, und das ist oft nicht der Fall.
  4. Objekte sind zum Teil nicht im guten Zustand. Sie müssen teuer renoviert werden bzw. können nur schwer verkauft werden. Das ist eine Belastung für die Erben.
  5. Unverheiratete Partner können nicht einfach im Haus bleiben. Auch wenn das im Testament so festgelegt ist, müssen sie mit hohen Erbschaftsteuern rechnen und Pflichterben auszuzahlen.

Erblasser sollten dies ihren Kindern ersparen. Die Allensbach-Umfrage zeigt auch, dass sich die meisten Erben am liebsten Bargeld wünschen. Viele möchten Vermögen aufbauen oder das Geld für ihre Altersvorsorge zurücklegen (siehe Grafik). Weitere Wünsche sind die Verbesserung der Wohnsituation oder des Lebensstandards sowie die Schuldentilgung.

Verwendung des Nachlasses: Erben bevorzugen Bargeld
Verwendung des Nachlasses: Erben bevorzugen Bargeld

Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach 2018

Immobilienübergabe richtig planen

Es empfiehlt sich, den Immobilienübertrag zu Lebzeiten zu planen und gemeinsam mit den Angehörigen die Erbanteile zu besprechen. Nur so können Sie Vermögen in Ihrem Sinne weitergeben und Streit vermeiden.

Familien sollten im Vorfeld klären, wer das selbst genutzte Eigenheim übernimmt. Bei gleichberechtigten Erben, etwa Geschwistern, empfiehlt sich ein Ausgleich durch andere Vermögenswerte. Werden sich die Erben nicht einig, kann der Verkauf eine Option sein. Bedenken Sie: Wertpapiere und Geldvermögen lassen sich wesentlich einfacher aufteilen. Wer seine Ferienwohnung kaum noch nutzt, könnte sich zum Beispiel von ihr trennen. Besitzen Sie Mietobjekte, kann der Verkauf Gewinn bringen. Manchmal ist es vorteilhaft, Immobilienbesitz zu verkleinern und den Erlös clever zu investieren.

Tipp: Ein Experte für Nachlassfragen kann helfen, größere Vermögen zu Lebzeiten sinnvoll aufzuteilen und Regelungen für die Weitergabe zu finden.

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