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Newsletter vom 11. Dezember 2019

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Aktuelles zu Börsen & Märkten

Starker US-Arbeitsmarkt: In der US-Wirtschaft sind im November wesentlich mehr Arbeitsplätze entstanden, als von Analysten erwartet wurde. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, kamen außerhalb des Landwirtschaftssektors 266.000 neue Jobs dazu, was einen sehr starken Wert darstellt (siehe Grafik). Damit wurden auch die schwachen Zahlen des Vormonats überkompensiert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 1969. Der boomende Arbeitsmarkt gilt als große Stütze der US-Wirtschaft.

Starkes Stellenwachstum
In den USA entstanden im November sehr viele neue Jobs. Zugleich ist die Arbeitslosigkeit auf ein Rekordtief gesunken.
Starkes Stellenwachstum

Quelle: Bureau of Labor Statistics

Größter Börsengang aller Zeiten: Die Aktien des saudischen Ölgiganten Aramco werden seit heute an der Börse in Riad gehandelt. Der Staatskonzern nahm durch den Verkauf von 1,5 Prozent seiner Anteile zunächst 25,6 Milliarden Dollar ein. Damit brach das Unternehmen den Rekord der chinesischen Handelsplattform Alibaba aus dem Jahr 2014 für den größten Börsengang. Sollte Aramco durch die Mehrzuteilungsoption in den nächsten vier Wochen noch mehr Aktien ausgeben, könnte der Energieriese bis zu 29 Milliarden Dollar einnehmen. Insgesamt kommt das Unternehmen zum Börsenstart auf einen Börsenwert von rund 1,7 Billionen US-Dollar und bricht auch damit alle Rekorde. Denn bislang waren die Tech-Riesen Apple und Microsoft mit rund 1,2 Billionen US-Dollar die wertvollsten Unternehmen der Welt.

Deutsche Bauindustrie wächst weiterhin kräftig: Der Immobilienboom und der Ausbau von Infrastruktur bescheren der Bauindustrie in Deutschland anhaltend gute Geschäfte. Im September stiegen die Umsätze im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In den ersten neun Monaten verbuchte die Branche ein Plus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 2,1 Prozent.

Konjunkturstimmung in Eurozone steigt erneut: In der Eurozone hat sich die Stimmung von professionellen Anlegern bezüglich der konjunkturellen Entwicklung erneut deutlich verbessert. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindex stieg im Dezember gegenüber dem Vormonat um 5,2 Punkte auf plus 0,7 Zähler. Das ist der höchste Wert seit März 2018. Analysten hatten im Durchschnitt dagegen mit einem Rückgang auf minus 5,3 Punkte gerechnet. Auch der viel beachtete ZEW-Index für die Geschäftsstimmung in Deutschland stieg  überraschend stark an. Der Erwartungswert für zukünftige Geschäftsaussichten notierte wieder 10 Punkte über der Nulllinie und damit auf dem höchsten Wert seit Frühjahr 2018.

Japans Wirtschaft wächst stärker als gedacht: Die japanische Wirtschaft hat sich trotz der negativen Folgen des internationalen Zollstreits besser geschlagen als bislang bekannt. Das Bruttoinlandprodukt wuchs im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 1,8 Prozent, wie die Regierung mitteilte und damit eine erste Schätzung stark revidierte. Denn zuvor wurde ein Quartalswachstum von lediglich 0,2 Prozent ermittelt. Der Start ins vierte Quartal verlief jedoch wenig erfolgversprechend: Exporte und Industrieproduktion verzeichneten im Oktober ihre größten Rückgänge seit Jahren, wie es hieß. Um die Wirtschaft vor einer Abwärtsspirale zu bewahren, hat die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe jüngst ein umfangreiches Konjunkturprogramm aufgelegt.

Fokus: Renditeunterschiede bei ETFs

Die Qualitätsunterschiede zwischen börsengehandelten Indexfonds sind groß – auch wenn sie den gleichen Index nachbilden.

Viele Anleger gehen davon aus, dass ETFs ihren Vergleichsindex exakt 1 zu 1 nachbilden. Das hätte zur Folge, dass die ETF-Rendite genau der Benchmark-Rendite abzüglich der Kosten für den ETF entspricht. Das ist aber nicht der Fall. Zwischen einzelnen ETFs auf einen bestimmten Index kann es zu Renditeunterschieden von mehreren Prozentpunkten pro Jahr kommen.

Ein Vergleich von vier ETFs auf den DAX zeigt: Im Jahr 2018 lag die Rendite des besten ETF 0,51 Prozentpunkte über jener des schlechtesten. Im Jahr 2017 betrug die Differenz 0,54 Prozentpunkte, 2016 0,57 Prozentpunkte (siehe Tabelle).

ETF Benchmark Replikation Rendite 2018 Rendite 2017 Rendite 2016
ComStage DAX UCITS ETF DAX physisch -18,53% 12,02% 6,17%
Deka DAX UCITS ETF DAX physisch -18,62% 12,31% 6,74%
iShares Core DAX UCITS ETF DAX physisch -19,03% 12,34% 6,74%
Xtrackers DAX Income UCITS ETF DAX physisch -19,04% 12,56% 6,35%
    Benchmark -18,26% 12,51% 6,87%

Die Tabelle zeigt die jährlichen Renditen zwischen 2016 und 2018 von vier ETFs auf den Aktienindex DAX. Quellen: Morningstar, Bloomberg

Der Vergleich zeigt zudem, dass die Renditen fast aller ETFs in allen drei Jahren teils deutlich unter der des Vergleichsindexes lagen.

Eine Renditedifferenz lässt sich nicht nur mit den Verwaltungsgebühren erklären, die bei sämtlichen untersuchten ETFs zwischen 0,08 und 0,16 Prozent betragen. Weitere Gründe für die Differenz können die Replikationsart und das Fondsdomizil sein.

Wichtig ist deshalb, ähnlich wie bei aktiven Fonds, eine systematische Titelselektion anhand von klar definierten Selektionskriterien. Eines dieser Kriterien ist die historische ETF-Rendite im Vergleich zum Index.

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