Tipps zu Vermögen und Ruhestand

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Newsletter vom 9. Februar 2018

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Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rente: Bis zu einem Drittel mehr Geld im Alter

Mit freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung können Sie Abschläge bei vorzeitigem Rentenbezug ausgleichen. Angesichts der Niedrigzinsen ist das eine risikolose Investition, die eine gute Rendite verspricht.

Wer früher aufhört zu arbeiten und die gesetzliche Rente vor der Regelaltersgrenze bezieht, dem wird die Rente pro vorbezogenem Monat um 0,3 Prozent gekürzt. Je nach Renteneintritt kann sich die Monatsrente dadurch um bis zu 14,4 Prozent verringern – und das Jahr für Jahr!

Vielen ist nicht bewusst, dass sie diesen Abschlag nicht einfach hinnehmen müssen, sondern ihn im Voraus mit freiwilligen Beiträgen ausgleichen können. Wer also plant, vorzeitig in Rente zu gehen, sollte sich diese Option durchrechnen.

Freiwillige Beiträge: Neu ab 50 und in Raten

Freiwillige Rentenbeiträge waren bislang ab 55 mit einer Einmalzahlung möglich. Die neue Flexi-Rente bietet nun deutlich mehr Spielraum. Den nötigen Betrag kann man schon ab 50 einzahlen, und jetzt auch in Raten von bis zu 12 Beitragszahlungen pro Jahr. Die Ratenzahlungen und der lange Einzahlungszeitraum – von 50 bis 67 bzw. bis zur Regelaltersgrenze – macht es wesentlich einfacher, selbst hohe Abschläge auszugleichen.

So berechnen Sie die benötigte Summe

Wie viel muss ich einzahlen, um den Abschlag auszugleichen oder um mehr Rente zu bekommen, falls ich doch länger arbeite?

Wie viel kostet es, den Abschlag für 3 Jahre Vorbezug auszugleichen?
Illustratives Beispiel; alle relevanten Werte der Rentenversicherung (West) per 2017

Quelle: Berechnung VZ VermögensZentrum

Unser Beispiel zeigt, wie Sie den nötigen Betrag berechnen:

Schritt 1: Wie hoch ist meine notwendige Mehr-Rente?

Herr Meier erwartet 1.500 Euro Rente. Da er drei Jahre früher in Rente gehen möchte, muss er einen Abschlag von 10,8 Prozent in Kauf nehmen (0,3 Prozent pro Monat). Um den Abschlag auszugleichen, müsste Herr Meier seinen Rentenanspruch um 182 Euro steigern.

Schritt 2: Wie viel Entgeltpunkten entspricht das?

Herr Meier rechnet sich aus, wie viele Entgeltpunkte er für die Mehr-Rente von 182 Euro benötigt. Beim aktuellen Rentenwert von 31,03 Euro sind das 5,87 Entgeltpunkte.

Schritt 3: Wie hoch ist die benötigte Ausgleichszahlung?

Jeder Entgeltpunkt kostet derzeit 6.938 Euro. Der Betrag ergibt sich aus dem durchschnittlichen Bruttogehalt aller Versicherten (37.103 Euro) multipliziert mit dem aktuellen Beitragssatz zur Rentenversicherung von 18,7 Prozent. 5,87 Entgeltpunkte kosten Herrn Meier demnach 40.726 Euro.

Eine gute Möglichkeit im Niedrigzinsumfeld

Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung sind eine gute Option, insbesondere bei niedrigen Zinsen. Die „Rendite“ hängt jedoch auch vom Rentenwert ab. Dieser wird regelmäßig angepasst und ist in den letzten Jahren um 0,25 bis 4,25 Prozent pro Jahr erhöht worden.

Das zeigt: Im Zinstief sind Zusatzbeiträge häufig attraktiver als das Sparen mit Tagesgeld oder einer privaten Rentenversicherung. Verglichen mit einer Privatrente kann die zu erwartende Mehrrente durch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung bis zu einem Drittel höher ausfallen.

Alternative: Investieren in Wertpapiere

Eine sinnvolle Alternative zu Renten-Ausgleichszahlungen ist ein gut gemanagtes Wertpapierdepot. Langfristig erwirtschaften Sie damit ausreichend Kapital für Ihren Ruhestand. Optimal ist eine Lösung, die auf Ihre individuellen Rahmenbedingungen und Ziele ausgerichtet ist. Dabei kommt es auf Ihr persönliches Risikoprofil, den Zeitraum sowie Ihre steuerliche und finanzielle Gesamtsituation an. Darum empfehlen wir eine umfassende Analyse.

Unsere Experten erläutern Ihnen gern, worauf es in Ihrem Fall ankommt. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Gespräch im VZ in Ihrer Nähe: Niederlassung auswählen und Termin vereinbaren

Weitere Informationen

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