VZ Anlagesitzung

Newsletter vom 6. Dezember 2017

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Die aktuelle Lage

In der Euro-Zone hat sich die Stimmung der Unternehmer verbessert. Der Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft erhöhte sich um 1,5 Punkte auf 57,5 Zähler, wie das Institut IHS Markit mitteilt. Demgegenüber fiel der Einkaufsmanagerindex in Großbritannien um 1,8 Punkte auf 53,8 Zähler.

Im dritten Quartal wuchs das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) in der Schweiz um 0,6 Prozent. Das teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft mit. Dazu beigetragen hat vor allem das verarbeitende Gewerbe.

In den USA sorgen derzeit die Ermittlungen in der Russland-Affäre und Verhandlungen über die Anhebung der Schuldenobergrenze für Nervosität an den Märkten.

Derweil wächst die US Wirtschaft im 3. Quartal mit 3,3 Prozent wieder deutlich. Ein Teil davon ist jedoch ein Aufholeffekt der „Hurrican-Delle“ vom 2. Quartal. Ermutigend ist das Wachstum bei den Unternehmensinvestitionen, die um 2,3 Prozent zugelegt haben.

OPEC: Fördermenge bleibt reduziert

Das Öl-Kartell OPEC hat die Förderkürzung von Öl (1,8 Millionen Barrel weniger pro Tag) bis Ende 2018 verlängert.

Mit der Maßnahme möchte man das Überangebot auf dem Weltmarkt schmälern und die Preise stützen.

Zu günstiges Öl ist besonders für die Förderländer schädlich, was sich negativ auf die Wirtschaft auswirkt.

Der erstmalige Beschluss einer Kürzung vom 30. November 2016 führte zu einem Anstieg des Ölpreises.

Die Entscheidung, die Fördermenge reduziert zu halten, ist mehr oder weniger schon eingepreist, da bereits im Sommer Spekulationen über eine weitere Verkürzung der Fördermenge aufkamen.

Dennoch bleibt abzuwarten wie sich die Preise entwickeln.

Die USA ist kein OPEC-Mitglied, steht aber für eines der Länder mit der größten Ölproduktion weltweit und kann die Förderkürzung der OPEC-Länder letztendlich zum eigenen Vorteil auf dem Markt nutzen.

Ölpreis (Brent) in USD

Quelle: Bloomberg, Daten per 4. Dezember 2017

Ausblick

Regulierung I: Die EU-Finanzminister haben eine „schwarze Liste“ von 17 Steueroasen verabschiedet. Die Schweiz befindet sich auf einer zweiten Liste von Drittstaaten, die Korrekturen zugesichert haben und unter Beobachtung bleiben.

Regulierung II: Die europäische Zentralbank (EZB) beaufsichtigt weniger Banken. Unter anderem sorgten Veränderungen bei der Struktur einzelner Finanzgruppen für einen Rückgang von 125 Instituten Anfang des Jahres auf nun 119, wie die EZB mitteilte.

Regulierung III: Der von US-Präsident Donald Trump auferlegte Bann für Menschen aus sechs muslimischen Ländern darf vorerst voll in Kraft treten. Das entschied der Oberste US-Gerichthof.

Reform: Der US-Senat hat mit knapper Mehrheit dem Vorschlag des Präsidenten für eine Steuerreform zugestimmt. Kern der Neuerungen ist die Senkung der Unternehmenssteuer von 35 auf 20 Prozent. Die Versionen beider Kammern müssen nun abgeglichen werden. Eine Konsensversion soll dem Präsidenten noch vor Weihnachten vorgelegt werden.

Geldpolitik: Trotz riesiger Geldspritzen der EZB zieht die Inflation in der Euro-Zone nur zögerlich an. Im November stieg die Rate von 1,4 auf 1,5 Prozent.

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