VZ Anlagesitzung

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Newsletter vom 15. März 2017

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Die aktuelle Lage

Die Kurse an wichtigen Aktienmärkten haben sich in den letzten Tagen vor dem heutigen Fed-Zinsentscheid mehrheitlich seitwärts entwickelt.

Der starke US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag dürfte der Fed grünes Licht geben für eine erneute Leitzinserhöhung.

In Großbritannien haben beide Parlamentskammern der Brexit-Vorlage zugestimmt. Premierministerin Theresa May dürfte wohl noch im März das Schreiben für den EU-Austritt an Brüssel schicken.

Die schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon kündigte Anfang der Woche ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien an.

Chinas Industrieproduktion legte in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres um 6,3 Prozent zu gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Erwartungen der Experten wurden leicht übertroffen.

Ein Fass der Erdölsorte Brent kostet aktuell rund 51,50 US-Dollar und damit rund 10 Prozent weniger als Anfang März. Grund ist eine Ausweitung der Fördermenge Saudi-Arabiens.

 

Rohstoffaktien haben Potenzial

Die sich belebende globale Konjunktur erhöht die Nachfrage nach Industriemetallen. Die Produzenten dürften von steigenden Margen profitieren.

Die Unternehmen aus den Sektoren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Energie haben ihre Investitionen in den letzten Jahren wegen des schwachen globalen Wachstums stark reduziert.

Die Sparanstrengungen wirken sich seit kurzem positiv auf die Gewinnmargen aus.

Im heute zyklischeren Umfeld herrscht wegen  der Reduktion der Förderkapazität vor allem im Bereich Industriemetalle ein Nachfrageüberschuss.

Die Preise für Industriemetalle dürften wegen der verbesserten Wirtschaftslage und der geplanten Infrastrukturprojekte nicht mehr weiter fallen.

Investitionen und Gewinnmargen

Quelle: MSCI Indices, Bloomberg

Zu den Risiken von Rohstoffaktien zählen in erster Linie ein weiterer kräftiger Anstieg des US-Dollars und ein Abkühlen der globalen Wirtschaftsleistung. Beide Faktoren würde die Nachfrage nach Industriemetallen senken und auf die Preise drücken. 

Ausblick

Heute stehen zwei wichtige Ereignisse an mit Potenzial die Märkte zu bewegen: Die Zinssitzung der US-Notenbank und die Wahlen in den Niederlanden.

Alles andere als ein weiterer Zinsschritt in den USA wäre eine große Überraschung. Die Marktteilnehmer werden die Stellungnahme der Notenbank aufmerksam nach Hinweisen auf die künftige Zinspolitik durchleuchten.

Bei den Parlamentswahlen in den Niederlanden interessiert vor allem das Abschneiden der Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders. Gemäß jüngsten Umfragen steht seine Partei bei rund 14 Prozent der Stimmen.

Der IWF hält in seinem jüngsten Bericht zur Lage der globalen Konjunktur fest, dass sich der Wachstumsausblick verbessert habe. Er weist aber auch darauf hin, dass sich die Lage vor allem aufgrund von politischen Risiken schnell ändern könne.