Ruhestand

Worauf muss ich achten, wenn ich im Ruhestand erwerbstätig bin?

Immer mehr Menschen setzen sich nicht mit 63 oder 66 zur Ruhe, sondern möchten ihrem Beruf auch als Rentner weiter nachgehen. Verdienen Sie zu viel, könnte die gesetzliche Rente beträchtlich gekürzt werden.

Andreas Limoser

Ruhestandsexperte

Wer als Rentner Zusatzeinkünfte hat, muss aufpassen. Je nach Situation kommen Hinzuverdienstgrenzen zur Anwendung, und es kann zu beträchtlichen Rentenkürzungen kommen.

Besonders vorsichtig müssen Frührentner sein. Also diejenigen, die zwar schon in Rente sind, aber die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben. Diese wird schrittweise auf 67 angehoben. Für die Geburtsjahrgänge 1956 und 1957 liegen sie bei 65 Jahren und 10 bzw. 11 Monaten. Erst wer diese Grenze erreicht hat, darf unbegrenzt hinzuverdienen.

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Davor darf man im Normalfall 6.300 Euro im Jahr verdienen, ohne dass diese Einkünfte auf die Rente angerechnet werden. Wegen der Corona-Pandemie ist die Hinzuverdienstgrenze in den Jahren 2020, 2021 und 2022 viel höher. Frührentner dürfen ausnahmsweise 44.590 Euro (2020) bzw. 46.060 Euro (2021 und 2022) anrechnungsfrei hinzuverdienen.

Als Hinzuverdienst gelten Bruttogehälter und Einkünfte wie Vorruhestandsgelder und Amtsbezüge sowie Gewinne aus selbständiger, freiberuflicher und gewerblicher Tätigkeit. Nicht berücksichtigt werden Mieteinnahmen, Dividenden und Zinserträge, Sozialleistungen sowie Betriebs-, Riester- und Rürup-Renten.