Geldanlagen

Window Dressing: Wie Fondsmanager ihre Bilanz aufhübschen

Einige Fondsmanager trennen sich zum Jahresende systematisch von schlecht laufenden Papieren und ersetzen sie durch Kursraketen. Doch der Nutzen dieses sogenannten Window Dressings für die Kunden ist zweifelhaft. Seriöse Anbieter gehen anders vor.

Fabian Frey

Anlageexperte

In der Vorweihnachtszeit werden so manche Fondsmanager von einem auffallenden Aktionismus getrieben: Ähnlich wie Händler, die ihre Schaufenster dann besonders prachtvoll ausstatten, hübschen sie ihre Portfolios auf. Sie trennen sich systematisch von Wertpapieren, mit denen sie in diesem Jahr Verluste erlitten haben und ersetzen sie durch Papiere, die in aller Munde sind, weil sie zuletzt an der Börse kräftige Gewinne erzielt haben.

Kunden sollen beeindruckt werden

Mit diesen – durchaus legalen – Operationen wollen die Fondshäuser ihre Kunden beeindrucken: Wenn diese später die Jahresbilanz lesen, wird ihnen suggeriert, dass die Experten, denen sie ihr Vermögen anvertraut haben, im vergangenen Jahr gute Arbeit geleistet haben und sprichwörtlich auf die richtigen Pferde gesetzt haben. Damit soll also der Eindruck vermieden werden, man habe einen Trend verpasst.

Fehlleistungen werden kaschiert

Doch der Nutzen dieser Bilanzakrobatik für die Kunden ist zweifelhaft: Denn faktisch kaschiert der Fondsmanager damit nur seine Fehlleistungen, bessert aber sein Ergebnis nicht im Geringsten auf.

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Kleine Unterschiede: So holen Sie mehr aus Ihren Anlagen

Auch bei der Geldanlage gilt die altbekannte Kaufmannsregel: "Im Einkauf liegt der Gewinn".

Denn die Underperformer werden ja erst verkauft, wenn die Verluste schon entstanden sind und die Erfolgs-Wertpapiere werden erst gekauft, wenn sie schon kräftig im Preis gestiegen sind. Gut möglich, dass sich die Strategie im Folgejahr als richtig erweist, wenn der Trend anhält. Ebenso besteht aber auch die Gefahr, dass der Trend dreht und sich die Umschichtung als Fehlentscheidung herausstellt. 

Mit ETFs kann Anlegern das nicht passieren

Sinnvoller und langfristig erfolgversprechend sind andere Strategien bei der Geldanlage. Wer zum Beispiel überwiegend auf börsengehandelte Indexfonds (sogenannte ETFs setzt), der spart zum einen Gebühren, denn ETFs sind besonders kostengünstig. Zum anderen sind ETFs an die Indizes gekoppelt, die sie abbilden, also zum Beispiel an den DAX oder an den MSCI World. ETFs werden also nicht aktiv gemanagt. Deshalb ist es mit ihnen auch nicht möglich, Window Dressing zu betreiben. Selbstverständlich gibt es auch bei ETFs Verlustrisiken: Wenn es an den Märkten generell abwärts geht, können sich die ETFs davon nicht entkoppeln. Bei ihnen ist aber gewährleistet, dass keine Verluste durch falsche Management-Entscheidungen entstehen.

Die Auswahl einem Experten überlassen

Das Angebot an ETFs ist allerdings aufgrund der Vielzahl an Anbietern und Produkten für die meisten Anleger undurchschaubar. Und nicht jeder ETF ist für jeden Anleger geeignet. Unabhängige Vermögensverwalter wie das VZ VermögensZentrum bringen Licht in den Dschungel: Sie suchen die passenden Produkte für ihre Kunden aus und überwachen diese anschließend laufend. Denn die Bedürfnisse des Kunden können sich im Lauf der Zeit ändern oder die Marktentwicklung ein Eingreifen erforderlich machen. Vereinbaren Sie dazu am besten einen Termin mit einem Experten in einem VZ in Ihrer Nähe.

In bestimmten Situationen und für Kunden, die dies wünschen, setzt das VZ übrigens auch auf aktiv gemanagte Fonds. Auf eines können sich die Kunden dabei auf jeden Fall verlassen: Von Window-Dressing-Maßnahmen lassen sich die VZ-Experten nicht blenden.