Ruhestand

Teure Frührente: So gleichen Sie Einkommenslücken aus

Ein vorgezogener Ruhestand ist teuer. Beginnt man aber rechtzeitig, Rücklagen zu bilden, kann die Frührente gelingen. Drei Musterfälle zeigen, wie 30-, 40- und 50-Jährige gut ausgestattet mit 63 in Rente gehen.

Fabian Frey

Anlageexperte

Wer mit 63 statt mit 67 in Rente geht, muss Abstriche machen: Er verliert vier volle Jahresgehälter und bezieht weniger Rente. Die Rente fällt geringer aus, weil Beitragszahlungen fehlen und die Leistungen bei vierjährigem Vorbezug lebenslang um 14,4 Prozent gekürzt werden. Das vergrößert die meist schon bestehende Rentenlücke.

Unterm Strich summieren sich Gehaltsausfälle und geringere Rentenleistungen binnen 25 oder 30 Jahren zu einem gewaltigen Mindereinkommen – eine halbe Million Euro ist keine Seltenheit. Diese Lücke müssen Frührentner aus Eigenmitteln ausgleichen, wenn sie im Alter den gewohnten Lebensstandard halten möchten.

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Früher in den Ruhestand: Das müssen Sie wissen

Viele möchten vor dem gesetzlichen Rentenalter aufhören und dabei ihren gewohnten Lebensstandard beibehalten.

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So viel kostet der vorgezogene Ruhestand

Wer vorzeitig in den Ruhestand gehen möchte, ohne sich finanziell einzuschränken, muss Einkommenslücken aus dem Vermögen schließen.

Wie Sie dabei am besten vorgehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem:

  • wann Sie in den Ruhestand gehen möchten,
  • wie viel Jahre Sie noch bis zum geplanten Rentenbeginn Zeit haben, Vermögen anzusparen,
  • über wie viel Kapital Sie bereits verfügen oder fest einplanen können (zum Beispiel die Auszahlung einer Lebensversicherung),
  • welches Anlagerisiko Sie eingehen können, 
  • was ihre favorisierten Sparformen sind, und 
  • in welcher Höhe monatliche Sparraten möglich sind.

Die Beispiele in der Tabelle zeigen, wie viel gespart werden muss, um bis 63 eine halbe Million Euro anzusparen.

30-jähriger Einsteiger

Ein junger Mann hat zum Diplom 50.000 Euro von seiner Patentante geschenkt bekommen. Dank der langen Ansparphase von 33 Jahren kann er in ein offensives ETF-Portfolio investieren. Das macht seine monatlichen Sparraten überschaubar. Bei einer Renditeannahme von 4 Prozent pro Jahr genügen ihm 392 Euro pro Monat, bei 6 Prozent wären es sogar nur 132 Euro.

40-jährige Managerin

Die Teamleiterin hat die ersten 15 Berufsjahre hinter sich. Ihre Ersparnisse von 100.000 Euro sind zwar ansehnlich, aber ihr fehlen noch 80 Prozent vom Zielbetrag. Ihr Gehalt erlaubt es, 600 Euro pro Monat zu sparen. Bei 4 Prozent Rendite wären es 567 Euro, bei 6 Prozent 204 Euro.

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50-jähriger Leiter

Der Best Ager biegt auf die Zielgerade zur Frührente ein. Er kann zwar nur noch 13 Jahre sparen, hat aber eine gute Ausgangslage: Sein Gehalt ist spitze, das Eigenheim ist abgezahlt und er verfügt über eine Erbschaft von 200.000 Euro. Eine Sparrate von 1.358 Euro pro Monat – bei 2 Prozent Rendite – ist ihm zu hoch, die offensive Anlage zu 6 Prozent zu riskant. Er entscheidet sich für das Mischportfolio, die Sparrate von 821 Euro ist machbar.

Planen Sie jetzt Ihre Frührente

Die Rente ohne Abschläge mit 63 ist möglich, aber nur mit passender Strategie und optimaler Geldanlage. Erfahrene Berater leisten dabei wertvolle Hilfe.

Starten Sie jetzt: Nutzen Sie den kostenfreien Ruhestands-Check des VZ und die Altersvorsorge-App Vinz. Oder vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenfreies erstes Gespräch im VZ in Ihrer Nähe.