Geldanlagen

Gewinne der Unternehmen sprudeln stärker denn je

Die 500 größten Unternehmen in den USA haben im Geschäftsjahr 2021 einen Rekordgewinn erzielt. Der Ausblick auf das laufende Jahr fällt zwar etwas verhaltener aus. Dennoch sollten die Konzerngewinne auch in Zukunft attraktiv bleiben – und Anleger davon entsprechend profitieren.

Michael Ausfelder

Analyst

Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie haben die US-amerikanischen Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrekord erzielt: Der durchschnittliche Gewinn je Aktie der im S&P-500-Index enthaltenen Unternehmen wird aller Voraussicht nach erstmals die Marke von 180 Dollar übertreffen. Zum Vergleich: Im Jahr 2009, just nach der globalen Finanzkrise, lag der Gewinn je Aktie noch bei weniger als 60 Dollar.

Die überwiegende Zahl der S&P-Unternehmen konnte im vierten Quartal 2021 die Markterwartungen übertreffen. Lediglich jedes fünfte Unternehmen legte enttäuschende Zahlen zum Weihnachtsquartal vor.

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Tech-Sektor besonders stark

Vor allem der Tech-Sektor überraschte mit positiven Nachrichten: 91 Prozent der Tech-Firmen im S&P-500 präsentierten bessere Ergebnisse als erwartet. Das ist insofern bemerkenswert als die Kurse der meisten Tech-Aktien in den vergangenen Wochen und Monaten stark unter Druck geraten sind. Aber die Börse interessiert sich nun einmal mehr für die Zukunft als für die Vergangenheit. Und so erfolgreich die vergangenen zwölf Monate für die meisten Unternehmen auch verliefen - was die Zukunft betrifft, sind die Anleger etwas skeptischer geworden. Denn in den USA steht nach vier Jahrzehnten sinkender Zinsen die Zinswende nach oben an. Höhere Zinsen aber belasten besonders die wachstumsstarken Unternehmen, zu denen die meisten Tech-Firmen zählen.

[Hinweis: Vergangene Renditen sind kein Indikator für die Zukunft. Wertpapiere unterliegen Wertschwankungen, Verlustrisiken und ggf. Fremdwährungsrisiken.]

Auch der Industrie- und der Energiesektor konnten im vierten Quartal positiv überraschen. Bei letzterem waren es vor allem – wenig überraschend – die stark gestiegenen Energiepreise, welche die Gewinne in die Höhe getrieben haben. Überraschend erfreulich entwickelte sich auch der Bereich Zusatzkonsum. Damit sind die Konsumbranchen gemeint, die den Bedarf abdecken, der über den täglichen Bedarf hinaus geht. Dies lag hauptsächlich am Gewinnsprung des Onlinehändlers Amazon, der innerhalb dieses Sektors ein ganz erhebliches Gewicht einnimmt.

Teuerung belastet

Für einen kleinen Wermutstropfen sorgen die Ausblicke vieler Unternehmen für das laufende Jahr. Die Erwartungen für die Zahlen zum ersten Quartal fielen vielerorts gedämpft aus. Das liegt unter anderen an den stark angesprungenen Einkaufspreisen für Vorprodukte. Denn nicht alle Unternehmen sind in der Lage, höhere Preise in vollem Umfang an Ihre Endkunden weiterzugeben. Entsprechend haben überdurchschnittlich viele Firmen in ihren Ausblicken das Wort Teuerung erwähnt.

Zusätzliche Hindernisse, die den guten Lauf der Unternehmen in den kommenden Monaten etwas abbremsen könnten, sind die weiterhin belastenden Lieferengpässe und der boomende Arbeitsmarkt: Was Arbeitnehmer und Stellensuchende freut, wird für Unternehmen zunehmend zur Belastung. Denn für sie wird es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden.

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Aussichten bleiben gut

Trotzdem: Das alles ist Jammern auf hohem Niveau. Die Unternehmensgewinne dürften auch in diesem Jahr insgesamt kräftig sprudeln – wovon letztlich auch Aktionäre in Form von steigenden Kursen und weiterhin attraktiven Dividenden profitieren sollten. Beides ist aber nicht garantiert. An den Aktienmärkten gibt es immer auch Verlustrisiken. Deshalb ist es

für Anleger wichtig, eine intelligente Strategie zu anzuwenden, die auch die individuelle Risikotragfähigkeit berücksichtigt.

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