Immobilien

Der Kauf einer Mietwohnung ist nicht immer eine gute Idee

Die kräftig gestiegenen Preise für Eigentumswohnungen haben die Mietrendite in einigen deutschen Metropolen stark nach unten gedrückt. Als Alternative zum Kauf von Mietwohnungen bietet sich der Kapitalmarkt an.

Fabian Frey

Immobilienexperte

Immobilien sind eine beliebte Kapitalanlage: Neben Mieteinnahmen winken Preissteigerungen. In einigen deutschen Metropolen ist das Preisniveau allerdings bereits extrem hoch. Das Potenzial für weitere Steigerungen erscheint daher begrenzt.

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Gleichzeitig haben die hohen Kaufpreise die Mietrenditen stark nach unten gedrückt, denn der Anstieg der Mieten hat nicht mit der rasanten Preisentwicklung Schritt gehalten. Ein Vergleich des unabhängigen Forschungsinstituts Empirica zeigt die Entwicklung von Immobilienpreisen und Mieten in den letzten zehn Jahren in ausgewählten Großstädten:

Merkblatt

Immobilien als Geldanlage: Darauf sollten Sie achten

Mietwohnungen sind bei Privatanlegern begehrt. Erfahren Sie alles Wichtige dazu.

  • In München haben sich die Kaufpreise seit 2010 mehr als verdoppelt. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter stieg innerhalb von zehn Jahren von 2.573 Euro auf 8.051 Euro, das ist ein Plus von 213 Prozent. Die Mieten stiegen aber nur um 61 Prozent, und zwar von 10,60 Euro auf 17 Euro pro Quadratmeter. Dadurch beträgt die Mietrendite im Schnitt nur noch rund 2,5 Prozent.
  • In Frankfurt am Main haben sich die Kaufpreise fast verdoppelt (ein Plus von 190 Prozent). Kostete 2010 ein Quadratmeter im Durchschnitt 2.034 Euro, waren es zehn Jahre später bereits 5.903 Euro. Die Mieten dagegen sind nur um 43 Prozent gestiegen, von 9,46 Euro auf 13,49 Euro pro Quadratmeter.
  • In Düsseldorf verzeichnen die Kaufpreise ein Plus von 124 Prozent. Der Quadratmeterpreis ist von 1.844 Euro auf 4.124 Euro gestiegen. Die Mieten hingegen sind nur um 30 Prozent gestiegen, von 8,38 Euro auf 10,88 Euro pro Quadratmeter.

Noch nicht berücksichtigt bei einer mageren Rendite sind Nebenerwerbskosten wie Grunderwerbsteuer, Maklerprovision, Notargebühren sowie Modernisierungs- und Instandhaltungskosten. Werden all diese Kosten erfasst, kann eine Wohnung schnell zum Verlustobjekt werden.

Wer schon Immobilien besitzt, sollte daher in Erwägung ziehen, das für den Kauf eines weiteren Objekts bestimmte Geld am Kapitalmarkt zu investieren.

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