Geldanlagen

So schützen Sie Ihr Vermögen vor Strafzinsen und Inflation

Auf Giro-, Tagesgeld- oder Sparkonten kommen Sie um Negativzinsen kaum noch herum. Die Inflation macht Ihrem Vermögen zusätzlich zu schaffen. Wenn Sie nicht zusehen wollen, wie Ihr Vermögen schmilzt, dann müssen Sie jetzt handeln.

Daniel Schneider

Finanzexperte
Publiziert am
05. Januar 2022

Die Banken kennen kein Pardon mehr: Wer größere Geldsummen auf dem Giro-, Tagesgeld-, Festgeld oder Sparkonto liegen lässt, muss jetzt fast bei jedem Geldhaus ein Verwahrentgelt zahlen. Mit diesem harmlos klingenden Begriff sind Strafzinsen gemeint, die Kunden für Guthaben abgezogen werden. 

Alle Großbanken verlangen Strafzinsen: Die HypoVereinsbank (HVB) für Guthaben ab 100.000 Euro, die Commerzbank und die Ing-DiBa ab 50.000 Euro sowie die Deutsche Bank und die Postbank schon ab 25.000 Euro.

Merkblatt

Niedrige Zinsen: Das Vermögen vor steigender Inflation schützen

Niedrigzinsen machen es Sparern und Anlegern schwer Vermögen aufzubauen.

Strafzinsen schon ab 5.000 Euro

Selbst relativ geringe Ersparnisse werden nicht mehr verschont: Wurden bis vor wenigen Monaten erst Guthaben über 100.000 Euro mit Strafzinsen belegt, greifen Banken heute schon ab 50.000 oder 25.000 Euro zu. Vereinzelt werden auf Konten sogar schon ab 5.000 Euro oder noch geringeren Summen Strafzinsen fällig.

Doch die Negativzinsen sind nicht das einzige Problem, mit dem sich Sparer herumschlagen müssen. Noch gravierender sind die Folgen der Inflation: 2021 hat sie das reale Geldvermögen der Bundesbürger um rund 3 Prozent vermindert. In Kombination mit Strafzinsen hat die Inflation Bankkunden mit 100.000 Euro Guthaben einen Kaufkraftverlust von fast 3.400 Euro beschert, wie die folgende Beispielrechnung zeigt.

So stark schmilzt das Vermögen

Ein Bankkunde hat 100.000 Euro Guthaben. Seine Bank hat einen Freibetrag von 25.000 Euro, alles darüber belastet sie mit einem Strafzins von 0,5 Prozent pro Jahr. Werden 75.000 Euro mit -0,5 Prozent verzinst, kostet dies den Bankkunden 375 Euro. Bei einer Inflation von 3,0 Prozent gehen zusätzlich 3.000 Euro verloren. Der Verlust beträgt 3.375 Euro. Nach einem Jahr ist sein Anfangskapital auf 96.625 Euro zusammengeschmolzen.

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Doch das muss niemand hinnehmen. Wer in Sachwerte wie Aktien(fonds) oder ETFs investiert, spart sich die Negativzinsen und muss die Geldentwertung nicht fürchten. Denn Aktien sind zwar temporären Verlustrisiken ausgesetzt, bieten aber langfristig einen Schutz vor der Inflation: Preissteigerungen können die Firmen in der Regel an ihre Kunden weitergeben.