Wie Sie die Rentenlücke sinnvoll schließen
Börse Online, 24.11.2011
Wenn es um ihren Ruhestand geht, haben Anleger viele Fragen: Wie viel Geld
habe ich im Alter zur Verfügung? Was kann ich jetzt schon tun, um meine künftigen
Finanzen aufzubessern?
(...)
Die Ratlosigkeit ist groß, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der Skandia zeigt: 57 Prozent der Bundesbürger können nicht einmal annähernd beziffern, wie viel Geld sie heute im Monat zurücklegen müssten, um
im Ruhestand genug zu haben.
Dabei ist die Sache theoretisch ganz einfach: Eine Einkommenslücke im Alter besteht, wenn die regelmäßigen Einnahmen im Alter nicht die laufenden Ausgaben decken", sagt Michael Huber von der Beratungsgesellschaft VZ Vermögenszentrum.
Die Differenz ist aus dem sogenannten beweglichen Vermögen zu finanzieren, etwa Zinsen, Dividenden, Renten oder dem Verzehr von angesammeltem Kapital. Nach Meinung Hubers sind für eine Bestandsaufnahme drei entscheidende Fragen zu stellen:
- Wie groß ist meine Einkommenslücke im Ruhestand?
- Wie viel Kapital benötige ich zum Zeitpunkt der Erwerbsaufgabe, um die Lücke zu schließen?
- Wie viel muss ich heute sparen, um das notwendige Kapital dann zur Verfügung zu haben?
Eine wichtige Größe sollte man bei seinen Kalkulationen ebenfalls nicht außer Acht lassen: die Inflation. Auf den ersten Blick erscheint ein jährlicher Preisanstieg von zwei bis drei Prozent vernachlässigbar, doch haben solche Raten bei längeren Zeitperioden große Auswirkungen', sagt Vorsorgeexperte Huber.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sparer Einnahmen und Ausgaben getrennt mit Preissteigerungsraten durchrechnen und für die Einnahmen eine niedrigere Rate annehmen als für die Ausgaben, rät Huber Versorgungslücken werden erfahrungsgemäß eher zu klein als zu groß eingeschätzt."
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