Parkplatz gesucht

Süddeutsche Zeitung, 16.01.2012

Wer kurzfristig anlegt, verliert oft Geld oder muss Risiken eingehen.

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Solange die Staats- und Schuldenkrise abwechselnd schwelt und brennt, werden auch die Kurse weiter stark schwanken - an den Aktienbörsen, im Anleihenmarkt und auch bei den Rohstoffen. In diesen Turbulenzen die richtige Anlageklasse und dann noch den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu erwischen ist praktisch unmöglich. Was geht dann überhaupt?

"Geld zu parken, ist nicht lukrativ. Man muss aufpassen, nichts zu verlieren", weiß Tom Friess, Geschäftsführer des VZ Vermögenszentrums in München. "Höhere Zinsen bringen nur Festgeldangebote, die über ein Jahr oder länger laufen - eine viel zu lange Bindung in der derzeitigen Lage", warnt Friess und rät allerhöchstens zu Lösungen mit dreimonatiger Laufzeit, gleichwohl die meist gerade einmal die Geldentwertung widerspiegeln.

Einen Trost gibt es für ungeduldige Anleger: Bis März, April wird sich aller Voraussicht nach entscheiden, ob und wie die Verbindlichkeiten der überschuldeten Griechen und Italiener noch zu bezahlen sind. Dann werden in beiden Ländern hohe Beträge aus langfristigen Anleihegeschäften an die Gläubiger fällig. "Spätestens dann werden wir wissen, wohin die Reise geht, ob wir Inflation oder Deflation bekommen", meint Friess.

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