Lebensversicherung: Rechnen zahlt sich aus

Ärztezeitung, 17.10.2011

Kunden sollten vor Abschluss einer Lebensversicherung genau hinschauen. Denn eine Verzinsung kann sogar negativ ausfallen.

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Der Garantiezins für Lebensversicherungen sinkt zum 1. Januar 2012 von 2,25 auf 1,75 Prozent. Verbraucherschützer gehen davon aus, dass die Absenkung für die Branche ein willkommener Anlass sein wird, die Werbetrommel zu rühren.
 
Was viele nicht wissen: Die als Garantiezins benannte Mindestverzinsung bezieht sich, wie auch die tatsächlich erfolgte Verzinsung, nicht auf die gezahlten Beiträge, sondern auf den Sparanteil - und dieser kann deutlich geringer ausfallen als der eingezahlte Beitrag.

Grund für die Diskrepanz: Bei einer Kapitallebensversicherung werden vom Beitrag der Versicherten nicht nur die Prämien für die Absicherung der Risiken, sondern auch die Kosten für Vertrieb und Verwaltung abgezogen.

Wie hoch deren Anteil genau ist, müssen die Gesellschaften den Versicherten nach Angaben des Bundes der Versicherten (BdV) nicht mitteilen, wenn der Vertrag vor dem 1. Juli 2008 abgeschlossen wurde. Nach den Worten von Torn Friess vom VZ VermögensZentrum in , München dürften aber durchschnittlich zwei Drittel des Beitrags in den Vermögensaufbau fließen. Der Rest sei für die Verwaltungs- und Risikokosten reserviert, so Friess.

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